16.04.2014: Fußball ist unser Leben…- ein kritischer Blick auf die WM 2014 – Football without racism, exclusion and violence!

Football without racism, exclusion and violence!

Soccer - Coca-Cola Football League One - Milton Keynes Dons v Leyton Orient - stadium:mk 

Unser Blick geht so langsam in Richtung Fußball WM 2014/Brasilien. Abgesehen von den merkwürdigen fast mafiotisch anmutenden Klüngeleien der FIFA, steht für uns das Thema „Rassismus im Fußball“ auf dem Plan. Jüngst gab es rassistische Ausbrüche in dem diesjährigen Gastgeberland.

„94 Tage vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft hat Brasilien nun eine Rassismus-Debatte. In der vergangenen Woche verdrängte das Thema sogar den 5:0 Erfolg der Nationalmannschaft gegen Südafrika als Gesprächsthema Nummer eins. „Die WM ist gerade mal drei Monate entfernt und wir zeigen uns von unserer schlechten Seite“, urteilte Gilson Kleina, Trainer des Erstligisten Palmeiras. „Da helfen nur Strafen, Gefängnis“, sagte Muricy Ramalho, Trainer vom FC Sao Paulo.“ (Quelle:stern)

In der brasilianischen Liga gab es in den letzten Monaten heftige rassistische Ausbrüche gegen schwarze Spieler. Die FIFA hingegen scheint sich eher mit dem Thema „Steuerfreiheit“ in den WM-Gastgeberländern auseinanderzusetzen. Eine Auflage, die die FIFA vorgibt. Hier geht es um Milliarden. Die Einnahmen der WM (Werbung, Eintrittsgelder, Lizenzen etc.) gehen an den Verband. Der Ausrichter muss seine eigenen Mittel aus den Steuergeldern der Bürgerinnen und Bürger verwenden, um Infrastrukturen für die FIFA-WM zu entwickeln und zu bauen.

Da passt das Thema „Rassismus“ nun wirklich nicht rein. Eine Reportage des ZDF Magazins „Zoom“ zeigt das wahre Interesse des Fußball-Weltverbandes auf. Mit Menschlichkeit haben die Entscheidungen und Interessen dieser Institution wenig zu tun. Da brauchen wir nur an die Ausbeutung von Arbeitern im Gastgeberland 2022/Katar denken und an die von der Bevölkerung Brasiliens angekündigten Proteste zur WM 2014. Hier sind es überwiegend die Armen, die unter der WM leiden. Jüngst hat das brasilianische Militär schon einmal die Präsenz in einem Armenviertel von „Sao Paulo“ erhöht, um schon einmal ein deutliches Zeichen zu setzen und mögliche Demonstrationen zu verhindern.

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2125350/ZDFzoom-Das-Fussball-Imperium#/beitrag/video/2125350/ZDFzoom-Das-Fussball-Imperium

Die Fußballverbände dieser Welt müssen ihrer Verantwortung endlich gerecht werden

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Foto (20min.ch): FIFA Chef Blatter umgeben von Fußballstars – Rassismus kein Thema!

Die „Rote Karte“ gegen Rassismus, die die Fans in ihren Stadien hochhalten sollen, sind nicht die Lösung für die massiven Probleme, die den Fußball umgeben. Rassismus, Antisemitismus, Rechtsextremismus, Homophobie und Menschenverachtung sind immer noch Bestandteil rund um den Fußball. Mit dem Blick nach Deutschland stellen wir fest, dass hier die Präsenz solchen Gedankengutes nicht nur vorhanden, sondern auch noch stark ausgeprägt ist. Abgesehen davon, dass Innenbehörden und Polizei von einer wieder stets steigenden Präsenz rechtsextremistischen Gedankengutes im Fußball ausgehen. Der DFB und die DFL steuern zwar mit immer mehr Projekten dagegen, aber es muss sich unser Erachtens noch viel mehr bewegen.

Public Viewing als Anziehungspunkt

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Foto (zeit.de): Public Viewing WM 2010/Frankfurt

Die Fanmeilen in Deutschland waren in den letzten Jahren eben nicht nur bunt. Übergriffe Nazis und Rassisten fanden allerorts statt. 2006 gab es die höchste Rate von rechtsextremistisch motivierten Übergriffen Das tolle bunte WM-Jahr in Deutschland hatte ziemlich große Schattenseiten. 2010 gab es massive Übergriffe in Aachen und anderswo. Der Glaube, dass wir nur bunte tolle Fußballfeste feiern, ist ein Irrglaube.

2014 werden die Fanmeilen bis spät in die Nacht geöffnet sein. entsprechend können wir von einem erhöhten Alkoholpegel ausgehen. Wir sind gespannt, wie diese Spektakel ohne rassistische und rechtsextremistische Ausbrüche vonstatten gehen sollen.

Fakt ist, der Fußball an sich braucht mehr Aufklärung und viele tolle Fanprojekte, die es durchaus schon gibt und die noch mehr und reichhaltiger unterstützt werden müssen, um solcherlei Exzesse zu vermeiden. Die Anzug-Funktionäre der FIFA sind inzwischen weltweit gefragt, zu handeln. Es wäre schön, wenn sich dieses Bewusstsein nunmehr in den Köpfen von Blatter und seinem, tja fast möchte man sagen Gefolge, einbrennt.

LN

 

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