01.10.2016: „Ring Nationaler Frauen“-Konkurrentinnen für Petry?

Frauen in Braun oder vielleicht doch – blau,weiß,rot? & Lob der antifeministischen Löwenmütter (v. Jule Davids/August 2011)

Im August 2011 schrieb JuleDavids für uns einen Artikel zu Frauen in der Naziszene. Viel hat sich verändert. (s. nach der Einleitung)

frauenrat-quer Foto: www.netz-gegen-nazis.de

Was der „Ring Nationaler Frauen“ (zugehörig zur NPD) bisher erfolglos versucht hat, nämlich  Aufmerksamkeit zu erlangen, ist Frauke Petry im Kostümchen mit gelernter Rhetorik für die AFD gelungen. Die durfte sich sogar schon im Hofbräukeller feiern lassen (Dort wo Hitler auch schon sein Stelldichein hatte). Dies dürfte den echten Nazifrauen (so sehen sie sich wahrscheinlich) arg zu denken geben. Immerhin sind die immer noch aktiv! Zur Landtagswahl in Meck-Pomm, ließen diese folgendes verlauten: „Am 4. September 2016 zieht es die Menschen in Mecklenburg und Pommern wieder zur Wahlurne, um einen neuen Landtag zu wählen. Zum dritten Mal in Folge will auch die NPD erneut den Einzug in das Schweriner Schloß schaffen. Und die Chancen stehen gut.
Seit Wochen sind viele Helfer aus dem gesamten Bundesgebiet im Einsatz, darunter auch viele Aktivistinnen des Rings Nationaler Frauen.
Sei es bei der Unterstützung von Kundgebungen und Infotischen, dem Verteilen von Flugblättern, das Aufhängen von Plakaten oder die wichtige Arbeit im Hintergrund: Nationale Frauen packen mit an.“ Diese Landtagswahl ist für die Gesamtpartei von großer Bedeutung und deshalb sieht es auch der RNF als selbstverständlich an, die Kameraden aus dem Norden zu unterstützen. Hat nicht ganz geklappt, dafür konnte die AFD prächtig feiern. Blonde Zöpfe reichen dann doch nicht! Manche Dinge ändern sich doch.

Lob der Antifeministischen Löwenmütter
v. Jule Davids für LGN (2011)

Wie so oft wurden wir wieder einmal vergessen: Ganz Deutschland empört sich derzeit über Islamfeinde und Nationalisten – aber jeder tut so, als sei dies eine rein männliche Domäne. Was für ein Hinterwäldlertum! Leben wir nicht im 21. Jahrhundert? Im Jahrhundert der Gleichberechtigung von Männlein und Weiblein? Haben wir nicht seit 1919 das Frauenwahlrecht eingeführt? Nun gut, einige böse Zungen behaupten, dies sei der Grund, weshalb 1933 überhaupt… Aber lassen wir das!

Auch wir Frauen tragen unseren Teil zu Politik und Gesellschaft bei. Wer behauptet denn, Volkstreue und Nationalismus seien Hochburgen allein der seitengescheitelten Hosenträger? Nur weil wir weniger laut sind, weniger Spaß am Marschieren haben und seltener durch Gewaltexzesse auffallen, sind wir noch lange nicht ohne politische Meinung. Das Herz schlägt rechts? Wir Frauen haben bekanntermaßen ein großes Herz. Das schlägt dann eben besonders rechts. Nur dass das bislang keinem aufzufallen scheint.

Dem Himmel sei Dank haben Feminismus, Emanzipation und Karrieredenken nun ein Ende. Der Ring nationaler Frauen macht mobil! National denkende Frauen finden hier ihre wahre Heimat. Vor allem die, denen die NPD noch zu politisch und abgehoben scheint. Und wer will sich schon gleich in eine ideologische Ecke drängen lassen, wenn es allein um die Bewahrung volkseigener Werte geht?

Die Frau, die Herd, Heimat und Volk verteidigen und Multikulti ein Ende setzen möchte, findet im Ring nationaler Frauen ihren rechten Platz. Nachbarschaftshilfe und Hausfrauendasein werden hier großgeschrieben. Blonde Zöpfe und knielange Röcke sind wieder hipp. Und die Aussicht, als Hausfrau und Mutter seine Erfüllung zu finden, wird zunehmend attraktiv. „Löwenmütter“ sucht der RNF auf seiner Homepage, bereit, „Heimat und Volk zu verteidigen“. Worauf wartet ihr noch, ihr Feministinnen und Karrieristinnen, ihr Frauen in Führungs-, pardon, Leitungsfunktionen und Akademikerinnen? Klappt die Notebooks zu, werft die Diplome weg, auf euch warten Schürze, Herd und Kindererziehung. Wer will schon zum Bruttosozialprodukt beitragen, wenn wir deutsche Kinder gebären können? Deutschlands Zukunft hängt an uns!

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