16.03.2015: Start „Internationale Wochen gegen Rassismus 2015“ – Offizieller Trailer erreicht bei Facebook 2,5 Mio. Userinnen und User

„Wir stehen auf!“ – Aktionstage in Hamburg und Aktionen in der Bundesliga als Vorspiel

Seit vier Jahren ist der Verein „Laut gegen Nazis e. V.“ offizieller Partner der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ und produzierte auch in diesem Jahr den offiziellen Trailer gemeinsam mit der Bundesliga Stiftung und der Stiftung „Internationale Wochen gegen Rassismus“. Am 12. März 2015 veröffentlichten wir dieses Video im Internet. 2,5 Millionen Menschen erreichten wir mit dem offiziellen Trailer allein über die Social Media Plattform Facebook. Wie wichtig es ist, dass wir die Aktionstage und Aktionswochen im Rahmen der IWGR forcieren und präsentieren, zeigt auch die aktuelle Pressemitteilung zu den IWGR 2015. Über 1.300 Veranstaltungen werden in diesem Rahmen bundesweit stattfinden.

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Pressemitteilung

Darmstadt, 16. März 2015

Eine starke Bewegung Die Internationalen Wochen gegen Rassismus beginnen

Heute beginnen die Internationalen Wochen gegen Rassismus, die bis zum 29. März 2015 dauern. In diesem Jahr wurden dem Interkulturellen Rat bereits über 1.300 Veranstaltungen in über 300 Städ- ten und Gemeinden für den Veranstaltungskalender gemeldet – so viel wie bisher noch nie. Bei den Veranstaltungen wird wieder mit über 100.000 Teilnehmenden gerechnet. Angesichts der rechtspo- pulistischen Entwicklungen und Demonstrationen haben die UN-Wochen in diesem Jahr eine be- sondere Bedeutung.

Vor 20 Jahren hat der Interkulturelle Rat erstmals zur Durchführung von Veranstaltungen für den „Tag der Vereinten Nationen zur Überwindung von Rassismus“ aufgerufen. Damals gab es jahrelang nur eine Handvoll Veranstaltungen. Es wurde argumentiert, dass der Rassismus nach der Zeit des Nationalsozialismus endgültig überwunden sei. Deswegen hat der Staat die Initiative zum UN-Tag der Zivilgesellschaft überlassen. Von Anfang an koordinierte der Interkulturelle Rat in Deutschland die Veranstaltungen. „Insbesondere durch den NSU, die islamfeindlichen Demonstrationen in Dres- den und die in den letzten Monaten zunehmenden Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte, Moscheen und Synagogen ist der Rassismus in Deutschland sichtbarer geworden“ – so Jürgen Micksch, der Vorsitzende des Interkulturellen Rates.

In diesem Jahr sind die Veranstaltungen zu den UN-Wochen gegen Rassismus eine Antwort auf die von Populisten, Rechtsextremisten und rassistischen Demonstrationen geschürten Ängste und den Hass gegen Flüchtlinge, Muslime, Roma, Juden und andere Minderheiten. „Die Internationalen Wo- chen gegen Rassismus sind eine starke Bewegung, die seit Jahren zunimmt. Ermutigt wurden wir durch das erfreuliche Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zum Kopftuch, das die Diskriminierung von muslimischen Frauen insbesondere an Schulen beseitigt“ – so Jürgen Micksch.

Der Interkulturelle Rat fördert gegenwärtig insbesondere Veranstaltungen mit Flüchtlingen und Muslimen und wird dabei von der Robert Bosch Stiftung, der Dr. Buhmann Stiftung und PRO ASYL unterstützt. Durch persönliche Kontakte werden Vorurteile am ehesten abgebaut. Von den etwa 250 Veranstaltungen zu Asylfragen finden etwa 60 mit Flüchtlingen statt. Für unseren Veranstaltungska- lender sind bisher etwa 40 Veranstaltungen im Rahmen des Projektes „Muslime laden ein“ gemeldet worden, bei denen Moscheegemeinden zu Begegnungen und Freitagsgebeten einladen.

„Erfreulich wäre es gewesen, wenn durch das 40-Millionen-Programm des Deutschen Bundestages gegen Rechtsextremismus und Rassismus auch die größte deutsche und europäische Bewegung ge- gen Rassismus gefördert worden wäre, die durch Tausende Ehrenamtliche geprägt wird. Leider wur- de dies durch das Ministerium von Bundesministerin Manuela Schwesig abgelehnt. Während die UN-Wochen gegen Rassismus in anderen Ländern von Regierungen finanziert werden, überlässt man dies in Deutschland vor allem der Zivilgesellschaft und Wirtschaft“ – so Jürgen Micksch.

Die Auftaktveranstaltung findet heute um 18.00 Uhr im Rathaus in Karlsruhe statt, um 15.00 Uhr ist dort ein Pressegespräch. Teilnehmende sind u.a. Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, Ministerin Bilkay Öney, Dr. Theo Zwanziger als Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung für die Internationa- len Wochen gegen Rassismus und Fritz Pleitgen, der Botschafter der UN-Wochen gegen Rassismus. Karlsruhe wurde ausgewählt wegen seiner beispielhaften Arbeit und den bundesweit meisten Events einer Stadt: Insgesamt gibt es dort 103 Veranstaltungen.

gez. Dr. Jürgen Micksch

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