24.10.2014: Der Anlass ist zweitrangig, die Plattform erscheint günstig! Zum „Hooligans gegen Nazis treffen in Köln v. ng für LGN

 Die Hooligan-Szene ist nicht homogen… 

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Foto: dortmundecho.org

Die Hooligan-Szene ist nicht homogen – weder gesellschaftlich noch politisch. Ihr gehören Menschen aus allen sozialen Schichten an: Vom Angestellten über den Facharbeiter bis hin zu Fachärzten, Anwälten und Arbeitslosen. Doch am Sonntag, den 26. Oktober, wollen sich Hooligans aus dem ganzen Land zu einer Demonstration gegen Salafisten in Köln treffen. Unter der Bezeichnung „HoGeSa“ (Hooligans gegen Salafisten) wollen sie angeblich ein Zeichen gegen diese fundamentalistisch-religiöse und gewaltbereite Politsekte setzen, die vor allen Dingen unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen immer mehr Anhänger findet. Wie man der Presse entnehmen kann, sind auch nicht wenige von diesen Menschen dazu bereit, sich dem bewaffneten Kampf des IS im Irak und in Syrien anzuschließen.

Es darf jedoch tatsächlich an den vermeintlich hehren Absichten der Hooligan-Versammlung gezweifelt werden, da auch verschiedene rechtsextreme Einzelpersonen ihr Erscheinen angekündigt haben und es in der jüngeren Vergangenheit bereits Verabredungen zu Demonstrationen dieser Art von extrem rechten Gruppierungen gegeben hat. Es geht dabei offensichtlich weniger um die Verteidigung des Rechtsstaates und der Demokratie als vielmehr um einen Anknüpfungspunkt der extremen Rechten und damit auch eines Großteils der Hooligan-Szene, um sich gesellschaftlich relevanter Themen zu bedienen und sie für ihre propagandistischen Zwecke zu nutzen. Mit knappen Worten:

Der Anlass ist zweitrangig, die Plattform erscheint günstig.

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