13.12.13: Der Security Service „U-Need GmbH“ setzt für die Branche ein klares Zeichen und kündigte erfolgreich einem Nazi -der zog vor das Arbeitsgericht und verlor

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Immer wieder fielen  Sicherheitsunternehmen bundesweit negativ auf. Bestes Beispiel der Sicherheitsservice „Hess“.

Unser Hamburger Unterstützer, die U-Need GmbH setzte nunmehr ein unmissverständliches Zeichen. Die U-Need GmbH ist unter anderem einer der größten Festival Dienstleistungsunternehmen und stattet unter anderem alle großen FKP Scorpio-Festivals, wie das Hurricane, Southside, Highfield und einzelne Konzerte mit Technik, Know How und Personal aus. Am 02. Juni 2013 übrigens auch die „Hamburg bekennt Farbe“ Protestveranstaltung gegen einen Naziaufmarsch auf dem Hamburger Rathausmarkt.

Der Personalbereich für Veranstaltungs-Sicherheit des Unternehmens ist nazifrei. Vorangegangen ist ein nun beendeter Gerichtsprozess. Ein ab jetzt ehemaliger Mitarbeiter fiel den Kolleginnen und Kollegen durch ein ganz klares Nazi T-Shirt (Aufschrift „Weisse Wölfe“ sowie „support your AntiAntifa“) unter seinem Arbeits-T-Shirt auf. Der Geschäftsführer des Unternehmens, Michael Molt, handelte sofort und kündigte ihn daraufhin fristlos, hilfsweise fristgerecht. Der rechtsextremisische Arbeitnehmer legte beim Hamburger Arbeitsgericht Widerspruch gegen seine Kündigung ein. Es folgte ein Prozess, den U-Need wie folgt beschreibt:

Zur Sachlage (grob vereinfacht dargestellt) von M. Molt:

– Ein Mitarbeiter der Fa. U-Need wurde im Juli 2012 im Stadtpark für den laufenden Tag vom Dienst entbunden weil er sich gegenüber seinem vorgesetzten Einsatzleiter ungebührlich verhalten hatte.

Er hat daraufhin, ohne Grund, seinen Dienstpullover ausgezogen und ist mit sichtbarem Privat T-Shirt zweimal über das Gelände gelaufen um sich „von seinen Kollegen zu verabschieden“.

Das T-Shirt trug die Aufschrift „Weisse Wölfe“ sowie „support your AntiAntifa“

– Wir haben ihm daraufhin fristlos, hilfsweise fristgerecht gekündigt, weil wir keine politischen Meinungsäußerungen im Arbeitsfeld dulden.

– Dagegen hat der Arbeitnehmer Widerspruch eingelegt

– Das Arbeitsgericht hat dem Widerspruch Recht gegeben und den Kündigungsgrund für nicht ausreichend befunden.

– Wir sind gegen dieses Urteil in Berufung gegangen und haben seit Juli 2012 auf einen neuen Termin beim Landesarbeitsgericht Hamburg gewartet.

– In der 2. Instanz wurde zwar die fristlose Kündigung für unrechtmäßig befunden, gleichwohl war das Gericht der Ansicht dass eine fristgerechte Kündigung sehr wohl Rechtens ist, weil wir uns in einem sensiblen öffentlichen Bereich bewegen und der Mitarbeiter gegen unsere Arbeitsanweisungen verstoßen hat.

– Die Anwältin der Gegenseite hat sich im Übrigen dazu verstiegen, besagtes T-Shirt mit einem Bob Marley T-Shirt gleichzusetzen, wofür sie immerhin von der Richterin ein Rüge erhalten hat. Es beweist aber erneut wie derartige Tatbestände bagatellisiert werden.

Wir haben also ordentlich zum Quartalsende gekündigt und mir ist eine große Last genommen. Die Alternative wäre nämlich gewesen, dass U-Need ca. 1 Jahr Lohn nachzahlt und besagten Mitarbeiter weiter beschäftigen muss.

Ich möchte daher alle Kollegen im Sicherheitsdienst (und natürlich auch in allen anderen Bereichen) ermuntern, weiterhin wachsam zu sein und besagte Personengruppen aus unserem Gewerbe fern zu halten.

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http://www.u-need.de/de/

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