22.11.2013: Sie gehen uns mächtig auf den Keks-„Frei.wild“ machen wieder von sich reden und landen hoffentlich auf dem Index – Bizarre Stellungnahmen anderer…

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Foto: ndr.de

Sie gehen uns mächtig auf den Keks-„Frei.wild“ machen wieder von sich reden und landen hoffentlich auf dem Index – Bizarre Stellungnahmen anderer… 

Wir hatten uns eigentlich schon im letzten Jahr entschlossen, über diese Band nicht mehr schreiben zu wollen. Leider kamen die „Echo-Verleihung“  und andere Schlagzeilen immer wieder dazwischen. Wir wollen diese Band auch nicht noch einmal beschreiben. Nunmehr sollten alle wissen, mit welch Geisteskind wir es hier zu tun haben.

Die gute Nachricht voran. Die Bundesprüfstelle wird jetzt immerhin prüfen, ob man „Frei.wild“ nun endlich auf einen Index setzen kann. Gefährdend finden wir diese Truppe schon lange.

Absagen von Showcases und Festivalveranstaltern

Dieser Tage wurde eine Werbeveranstaltung des Mediamarktes in Jena abgesagt. Sollen wir jetzt jubeln? Da fragen wir uns doch erst einmal, warum der „Mediamarkt“ überhaupt ein  Konzert der Nordtiroler, och nee, Südtiroler als Verkaufsfördernde Maßnahme zugesagt hatte. Naja immerhin die Veranstaltung findet nun nicht mehr nicht statt.

Lustiger finden wir die Empörung einer Band namens „Saltatio Mortes“, die sich entsetzt über die Absage für „Frei.wild“ bei einem Festival äußerte und ein sehr quirliges Statement schrieb. Dieses Statement beinhaltet eine gewisse Toleranz, auch gegenüber Bands, die rechtspopulistische und nationalistische Aussagen pflegen.Dazu zählen wir eben auch „Frei.wild“. Wir hoffen, dass „Frei.wild“ indiziert werden, so müssen wir nicht immer wieder von den Jungs genervt werden.

Hier das naive Statement der Band „Saltatio Mortes“:

Als bekannt wurde, dass die Band Saltatio Mortis zusammen mit Frei.Wild auf einem Festival spielen würden, kam es zu heftigen Vorwürfen seitens der Fans. Unter anderem kam es auch zu Vorwürfen nationalistischer Art. Die Band veröffentlichte diesbezüglich dann ein Statement zur Klarstellung, das wir hier in seiner Gänze präsentieren:

„    Erstens: Wer uns eine nationalistische, rassistische oder faschistische Haltung unterstellt, der hat sich offensichtlich weder mit unseren Liedern, noch mit uns Selbst auch nur ein bißchen beschäftigt. Tatsächlich finden wir uns mit ganzem Herzen auf der anderen (politische) Seite wieder. Das kann auch jeder verstehen und feststellen, der das eben auch will. Aber am Willen dazu fehlt es offenbar dem ein oder anderen.

    Zweitens: Frei.Wild und wie wir dazu stehen? Zunächst stößt uns das häufiger wiederkehrende pro-nationale und patriotische Gedankengut, das unbestreitbar durch den ein oder anderen Text durchscheint sehr wohl sauer auf. Oder um es anders zu sagen: Wären Frei.Wild eine Partei, würden sie unsere Stimme ganz sicher nicht bekommen. Nur der Vollständigkeit halber, das gilt auch noch für eine ganze Menge anderer Bands und Parteien, über die sich aber erstaunlicher Weise niemand aufregen will.

    Drittens: Frei.Wild ist aber keine Partei sondern eine Band. Wir auch. Wir halten Boykott für ein feiges und falsches Mittel in diesem Zusammenhang. Es ist ja auch viel bequemer einfach wegzubleiben und populistisch auf seinen heldenhaften Boykott zu verweisen! Wir sind aber Spielleute und wir haben einen Mund um ihn aufzumachen, ein Gehirn es zu benutzen und Instrumente um darauf zu spielen. Der richtige Umgang mit Bands, die Meinungen vertreten, die nicht unsere sind, ist nicht der Boykott, sondern die Auseinandersetzung. Im übrigen gilt das unserer Meinung nach nicht nur für die Musik …

    Viertens: Wir kennen Frei.Wild nicht persönlich. Weder waren wir je auf `nem Konzert, noch haben wir mit einem der Musiker auch nur ein Wort gewechselt. Und weil wir so furchtbar altmodische Leute sind, wollen wir uns ganz gerne erst selbst ein Bild von den Menschen machen, bevor wir uns an irgendeiner Hexenjagd beteiligen, wenn wir das dann überhaupt tun! Klingt komisch? Iss aber so und unserer Meinung nach auch der richtige Weg – alles andere ist Vorverurteilung und da machen wir einfach nicht mit. So.

    Fünftens: Wir finden die Internet-Aufrege-Maschine und die damit einhergehende Doppelmoral zum brechen. Auf dem Summerbreeze dürfen ganze Heerscharen von Bands (wie auch wir selbst) mit dem oberbösen Ex-Onkel, der inzwischen geläutert ist, spielen, ohne dass sich jemand aufregt? Mal ganz im Ernst es handelt sich hier um Festivals! Da spielen sehr verschiedene Bands zusammen und zum Beispiel auch einige Bands, die brutale Gewalt in ihren Texten verherrlichen oder Kriege oder Teufelskulte, etc. … Davon finden wir auch eine ganze Menge ziemlich fragwürdig, total bescheuert oder sogar bekämpfenswert. Ist die Konsequenz daraus jetzt nie mehr auf einem Festival zu spielen, wo andere Bands mit anderen Meinungen auftreten? Und wer darf denn bitte entscheiden was ok ist und was nicht?“

– See more at: http://www.monstersandcritics.de/artikel/201347/article_205249.php/Saltatio-Mortis-Stellungnahme-zum-Auftritt-mit-Frei-Wild#sthash.knU80709.dpuf

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