20. November 2013: Anstoss in Dortmund – Starker Zusammenschluss von Städten und der Bundesliga – „Wir stehen auf! – für eine Welt ohne Menschenverachtung“

Anstoss in Dortmund – Starker Zusammenschluss von Städten und der Bundesliga – „Wir stehen auf! – für eine Welt ohne Menschenverachtung“

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Foto: PK-Rathaus Dortmund 20.11.2013 „Wir stehen auf! – für eine Welt ohne Menschenverachtung“ v. l.: Walter Hartl (Oberbürgermeister/Rothenburg o. d. T.), Jörn Menge (Laut gegen Nazis),Ullrich Sierau (Oberbürgermeister Dortmund), Dr. Reinhard Rauball (Präsident Borussia Dortmund/Aufsichtsrat DFL)

Die Anstoss- Pressekonferenz für unsere bundesweite Kampagne „Wir stehen auf! – für eine Welt ohne Menschenverachtung im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ war ein voller Erfolg.

Eine wichtige Nachricht übermittelte uns der Präsident des Champions League/ Bundesligisten „Borussia Dortmund“ & gleichzeitiger Aufsichtsrat der „Deutschen Fußball Liga“, Herr Dr. Reinhard Rauball. Dieser kündigte an, unsere Kampagne zu unterstützen und unterstrich die Bedeutung auch in anderen Bundesliga Vereinen gegen den vorhandenen Rassismus vorzugehen. Ein weiterer Gast war Thorsten Meier von „Hannover 96“, der über das Engagement im Rahmen unserer Kampagne berichtete und bestätigte, dass das Präsidium des Bundesligisten absolut hinter uns steht.

Die Begrüßungsworte des Oberbürgermeisters der Stadt Dortmund, Ullrich Sierau, waren klar und deutlich: „Unsere Stadt steht auf!“ und das als Hauptpartnerstadt. Geplant sind hier, wie auch in anderen Städten viele Veranstaltungen mit der Unterstützung des Rathauses innerhalb der „Wir stehen auf!-Aktionswochen“ vom 14. bis zum 21. März 2013. Dortmund ist eine der aktivsten Städte gegen Rechtsextremismus. Mit der von drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besetzten Koordinationsstelle im Rathaus wurde ein großes Netzwerk geschaffen. An „Runden Tischen“ tauschen sich Initiativen, Fanprojekte (BVB) und Vertreter der Stadt regelmässig aus.

Der Oberbürgermeister der Stadt „Rothenburg ob der Tauber“ nahm den Weg auf, zu zeigen, wie wichtig es ist, dass Menschen sich gegen rechtsextremistische und menschenverachtende Tendenzen engagieren. Er lobte das Engagement der Initiative „Buntenburg“, die sich aus knapp 200 Bürgerinnen und Bürger gegründet hatte und nun eine feste Institution in der bayrischen Touristen-Metropole darstellt. Kürzlich hat der Stadtrat einstimmig beschlossen, sich an der Kampagne „Wir stehen auf!“ -ohne Menschenverachtung zu beteiligen.

Sebastian Krumbiegel reiste von Leipzig aus an, um nachhaltig zu unterstreichen, wie wichtig es ist Bündnisse zu schaffen und die Angst vor dem „Fremden“ abzubauen. Er engagiert sich seit über 17 Jahren gegen das Nazigedankengut, welches Unwissende letztendlich auch in die falsche Richtung beeinflusst. Siehe Schneeberg und andere Orte in denen Nazis es immer wieder schaffen Leute mit ihrer rassistischen Haltung auf ihre Seite zu ziehen. Sebastian Krumbiegel steht vor Allem für das Projekt „Leipzig Courage zeigen“ welches in den frühen 90ern in das Leben gerufen wurde. Damals oganisierte der heutige Vorsitzende der rechtsextremistischen Partei „Die Rechte“-Worch Naziaufmärsche am Leipziger Völkerschlachtdenkmal. Sebastian ist langjähriger Unterstützer von „Laut gegen Nazis“ und bereichert die Kampagne „Wir stehen auf!“  vor Allem mit seinem persönlichen Engagement.

Steh auf Kommune - Stefanie Kleemann (1)

 

Die Podiumsteilnehmer: von links: Jörn Menge (Gründer Kampagne/ Laut gegen Nazis e.V.), Olivier Bremer (BlaBlaCar), Herr Stiller, Britta Graupner (Interkultureller Rat), Walter Hartl (OBM Rothenburg o.d. Tauber), Dr. Reinhard Rauball (Präsident BVB, Aufsichtsratsvorsitzender DFL), Sebastian Krumbiegel (Die Prinzen), Thorsten Meier (Marketingleiter Hannover 96), Ullrich Sierau (OBM Dortmund), Hartmut Anders- Hoepgen (Sonderbeauftragter für Vielfalt, Toleranz und Demokratie)

Als Referentin des „Interkulturellen Rates“ aus Frankfurt präsentierte Britta Graupner die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“, die um den UN- Gedenktag gegen Rassismus (21. März) stattfinden. Auch die Kampagne „Wir stehen auf!“ wird im Rahmen dieser Wochen durchgeführt und wir freuen uns, einen bereits langjährigen Partner auf dem Podium zu begrüßen. Sie unterstrich die Bedeutsamkeit des Rassismus der uns alltäglich umgibt und appellierte an jeden einzelnen, Gesellschaftsstrukturen und das eigene Verhalten kritischer zu hinterfragen.

Der Sonderbeauftragte des Dortmunder Oberbürgermeisters für Vielfalt, Toleranz und Demokratie Hartmut Anders- Hoepgen arbeitet ehrenamtlich für die Stadt und unterstützt die Planung und Durchführung der einzelnen Aktionen, die im Rahmen der Aktionswochen in Dortmund stattfinden werden. Er möchte das zivilgesellschaftliche Engagement stärken und auch hier wird deutlich: Die Stadt Dortmund steht auf!

Olivier Bremer, der Geschäftsführer der europäischen Mitfahrzentrale von BlaBlaCar fasste kurz zusammen: „Wir stehen für ein Europa ohne Grenzen- vor allem ohne Grenzen im Kopf. Aus diesem Grund unterstützen wir die bundesweite Kampagne „Wir stehen auf!“- für eine Welt ohne Menschenverachtung.“

Nachbericht: J.M. für LGN & Tina E.

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