04.10.2013: Unsere Glinder Partner der „Bürgerinitiative gegen Rechts“erhalten den „Hans-Frankenthal-Preis 2013“ für ihr grandioses Engagement

Pressemitteilung

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Foto: Mahnwache der Glinder „Bürgerinitiative gegen Rechts“ vor dem dortigen Thor Steinar Laden. Mitllerweile sind es über 500 Mahnwachen, die dort abgehalten wurden

Hans-Frankenthal-Preis 2013

Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist mir eine große Ehre Ihnen mitteilen zu dürfen, dass die Bürgerinitiative Glinde gegen rechts den diesjährigen Hans-Frankenthal-Preis verliehen bekommt.

Der Preis wird durch die Stiftung Auschwitz-Komitee vergeben. Die Stiftung Auschwitz-Komitee hat sich die Aufgabe gestellt, die Stimme derjenigen, welche die nationalsozialistischen Verbrechen noch selbst erlebt und überlebt haben, ihre Mahnung und ihr Vermächtnis auch für die nachfolgenden Generationen weiterhin hörbar und sichtbar zu machen. Hierzu fördert die Stiftung in erster Linie das Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V. Darüber hinaus wird von der Stiftung jährlich der Hans-Frankenthal-Preis verliehen. Nominiert werden Gruppen, Initiativen und Institutionen, die im Sinne des Auschwitz-Komitees Aufklärungs- und Bildungsarbeit gegen das Vergessen und gegen nationalsozialistische und neofaschistische Bestrebungen leisten.

Wer war Hans Frankenthal ? 

Hans Frankenthal, geboren 1926 in Schmallenberg Sauerland, wurde zusammen mit seiner Familie 1943 nach Auschwitz deportiert. Seine Eltern wurden ermordet. Hans und sein Bruder Ernst überlebten die Zwangsarbeit im Lager Monowitz und das Konzentrationslager Mittelbau-Dora und wurden schließlich 1945 in Theresienstadt befreit. Nach ihrer Rückkehr nach Schmallenberg betrieb Hans Frankenthal eine Metzgerei und arbeitete als Viehhändler. Er war im Landesverband der Jüdischen Gemeinden Westfalen-Lippe, als Mitglied des Zentralrates der Juden in Deutschland und als stellvertretender Vorsitzender des Auschwitz-Komitees in der Bundesrepublik tätig. Hans Frankenthal starb am 22. Dezember 1999 in Dortmund. Kurz vor seinem Tod veröffentlichte er seine Autobiographie „Verweigerte Rückkehr – Erfahrungen nach dem Judenmord“ (neu aufgelegt vom Metropol-Verlag, Berlin, 2012). Er wurde auf dem jüdischen Friedhof in Hagen-Eilpe begraben. In Erinnerung an ihn verleiht die Stiftung Auschwitz-Komitee seit 2010 einmal jährlich den Hans-Frankenthal-Preis.

Die Stiftung Auschwitz Komitee verbindet mit der Verleihung die Erwartung, dass der Protest in Glinde fortgeführt wird und weiterhin die Zivilgesellschaft unserer Stadt prägt. Die Verleihung gibt uns Kraft, Stärke und Mut unseren Protest in Glinde fortzuführen und uns konsequent in den Weg zu stellen, wenn Neonazis und Rechtsradikale unsere Stadt erobern wollen.

Als weiterer Preisträger erhält die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschist-innen VVN-BdA Berlin den Hans-Frankenthal-Preis 2013 für ihre Wander-Ausstellung „Neofaschismus in Deutschland“.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie die Verleihung in Ihrer Berichterstattung berücksichtigen. Gern können Sie auch der Veranstaltung beiwohnen oder dem Pressetermin um 17:45Uhr, in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky wahrnehmen. Eingang Lichthof im Altbau, Edmund-Siemers-Allee Ecke Grindelallee. .

Alle weiteren Informationen entnehmen Sie bitte der beiliegenden Einladung.

Für weitere Informationen stehe ich Ihnen jederzeit gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Niels Brock

Für die Bürgerinitiative Glinde gegen Rechts

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