25.09.2013: Aufruf für eine Unterstützung der Flüchtlinge in Hamburg v. Laura G.

Ein Aufruf für eine Unterstützung der Flüchtlinge in Hamburg!

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Foto:arab.blogsport

Der Protest der in Hamburg gestrandeten Kriegsflüchtlinge aus Libyen geht weiter. Dass die Politiker nach wie vor ihre Augen verschließen vor der Not und den Leiden der Lampedusa-Flüchtlinge, brachte sie sogar in die qualvolle Lage auf der Straße schlafen zu müssen. Im April dieses Jahres schlossen sich die rund 250 Refugees zusammen, um ihrer Notlage Ausdruck zu verleihen und errichten auf dem Steindamm ein Protestcamp. Die Flüchtlinge des NATO-Krieges kämpfen um die Anerkennung ihrer Gruppe, für Menschenrechte und humanitäre Hilfe.

Doch im vergangenen Jahr hat sich ihre rechtliche Lage nicht verändert- sie besitzen nur Papiere, die es ihnen erlauben sich im Schengen-Raum zu bewegen. Die Papiere sind sonst aber völlig wertlos, da mit ihnen weder eine Arbeitserlaubnis noch das Recht auf medizinische oder soziale Unterstützung verbunden ist. Daraufhin begannen sich zivilgesellschaftliche Gruppen für die Flüchtlinge einzusetzen. Die St. Pauli Kirche übernimmt Verantwortung und versorgt und schützt 80 Flüchtlinge, indem sie ein Nachtasyl und die „Embassy of Hope“ einrichten.

Auf St. Pauli zeigt sich eine überwältigende Solidarität, indem die Bewohner des Stadtteils Unterstützung zeigen durch ehrenamtliches Engagement. Der Hamburger Senat verweigert noch immer jede humanitäre Hilfe. Es heißt, dass die einzige Lösung wäre, die Flüchtlinge zurück nach Italien zu schicken. Doch man muss kein Experte sein, um zu wissen dass die Notunterkünfte dort mehrfach überbelegt sind und die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass die Kriegsflüchtlinge elendig auf der Straße enden werden, ohne jegliche Rechte. Der Preis für den europäischen NATO-Krieg in Libyen ist hoch und es sind nicht die Flüchtlinge die ihn zahlen sollen! Deswegen stehen wir auf. Deswegen werden wir laut. Wir fordern Solidarität mit den Lampedusa-Flüchtlingen in Hamburg und setzen uns ein für eine bessere Zukunft. They are here to stay! No way back to Italy!

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Foto: abendblatt.de Wie kannst du dich einsetzen?

1.Jeden Mittwoch 16.30 Uhr startet die wöchentliche Demonstration am Protestcamp Steindamm.

Die Route führt durch die Mönckebergstraße bis zum Jungfernstieg. Spread the word! FB-Event: https://www.facebook.com/events/409961179105706

2. Die St. Pauli Kirche sucht hilfreiche Unterstützung vor Ort beim Frühstücksdienst, Nachtwachen, Arztbegleitungen, Dolmetschen/ Übersetzen von Dokumenten, Fußballtraining (Trainer gesucht), Sportgruppen, jegliche Freizeitgestaltung.

3. Die Flüchtlinge sind leider auf Sachspenden angewiesen, folgende Dinge des täglichen Gebrauchs können in der „Embassy of Hope“ oder beim Prostestcamp abgegeben werden: haltbare Lebensmittel (Konserven, Reis, Linsen, etc.), neue, original verpackte Unterwäsche & Socken, Schuhe (ab Größe 42), Winterjacken, Schals, Handschuhe & Mützen, Hygieneartikel (Shampoo, Duschgel, Body Lotion), Fußballartikel (Schienbeinschoner, Schuhe, etc.). Treffen für alle Interessierten und ehrenamtlichen Helfer ist jeden Montag um 18 Uhr in der „Embassy of Hope“ an der St.Pauli Kirche. Einfach vorbeikommen.

4. Neben Zeit- und Sachspenden nimmt die Kirche auch gerne Geldspenden entgegen: Spendenkonto St. Pauli Kirche Hamburger Sparkasse Kontonummer 1206 123 331 BLZ 200 505 50 IBAN: DE98200505501206123331 BIC: HASPDEHHXXX Stichwort: „Afrikaner“

Wie kannst du dich informieren?

Beim Refugee Protestcamp Steindamm 2 werden Informationen geteilt und Spenden entgegen genommen. Bei der „Embassy of Hope“/ St. Pauli Kirche, Pinnasberg 80 kann man in Austausch mit den Flüchtlingen kommen, es werden auch Briefe an die Flüchtlinge entgegen genommen. Im Internet: www.lampedusa-in-hamburg.tk Auf Facebook: www.facebook.com/lampedusainhamburg Video: Vimeo/  „Lampedusa in Hamburg – Interview with Affo Tchassei“ http://vimeo.com/66114512 Video: Youtube/ Rasmus Gerlach „Lampedusa auf St. Pauli“ http://www.youtube.com/watch?v=xB057YpAsHA Weitere Videos auf Youtube/ Berichterstattungen von Demonstrationen und vom Kirchentag… U.A. www.youtube.com/watch?v=rL6RFnWhkn4

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