19.09.2013: „Glinde, Glinde, das sind wir; wir wollen keine Nazis hier!“ unsere Kollegin Petra R. begleitete eine Aktion in unserer Partnerstadt

„Glinde, Glinde, das sind wir; wir wollen keine Nazis hier!“ unsere Kollegin Petra R. begleitete eine Aktion in unserer Partnerstadt

Zwerg-HA-Sonstiges-Nuernberg

Auf die freundliche Einladung der Bürgerinitiative Glinde bleibt bunt hin – welche ich auf der Demo mit anschließender Kundgebung als weiteres Zeichen des Protests gegen den Thor-Steinar-Laden in Glinde am Samstag kennenlernte, erschien ich am Montag bei schönstem Sonnenschein am Glinder Berg.

Schon von Weitem wehten auf einer Leine befestigte Shirts im sanften Wind. Bunte Wimpel wiesen auf die stattfindende Mahnwache und bunt beklebte Mülltonnen auf die Aktion „Naziklamotten entsorgen“ hin.

Die Stimmung war gut unter den ca. 30 Teilnehmern verschiedener Herkunft und Alters, es gab viele interessante Gespräche und gegen eine kleine Spende Getränke und leckeres Grillgut.

Ich erschrak: plötzlich Lärm, Tröten und Rufe „Glinde, Glinde, das sind wir; wir wollen keine Nazis hier!“. Besucher des Thor-Steinar-Ladens werden hier lautstark darauf hingewiesen, dass sie von den Bewohnern der beschaulichen Kleinstadt am Rande von Hamburg nicht erwünscht sind.

Ein Gast verließ wenig später den Laden und gesellte sich – wohl angezogen vom leckeren Grillduft – zu den Teilnehmern der Mahnwache. Kaum angekommen, folgte die freundliche Einladung, doch seinen Pullover der Marke Thor Steinar gegen eines der Shirts von Londsdale oder Laut gegen Nazis einzutauschen und seinen Pulli in einer der bereitstehenden Tonnen zu entsorgen. Auf die Frage, warum er Klamotten dieser Marke trage, antwortete er nur ausweichend und verließ die bunte Runde ziemlich schnell wieder.

Weitere Besucher des Ladens folgten kurze Zeit später, gleiches  Begrüßungskomitee seitens der Glinder ließ mich unweigerlich in den Chor einstimmen „Glinde, Glinde…“.

Auch das Verlassen des Ladens entging den aufmerksamen Augen der Teilnehmer der Mahnwache nicht – lautstarkes Getröte. Die jungen Männer applaudierten uns. Was folgte, ließ mich reflexartig Notizen machen: Beide erhoben – sich neben ihrem Auto in Sicherheit wägend – den rechten Arm zum politisch eindeutig motiviertem Gruße…

Stinkwütend zog ich gemeinsam mit einer weiteren Teilnehmerin der Mahnwache die Exekutive zu Rate: auf der örtlichen Polizeiwache konnten wir uns zwar des Eindrucks nicht erwehren, eher ungern gesehene Bürger zu sein, von unserem weiteren Vorhaben brachte uns das jedoch nicht ab – in der Hoffnung, dass es zumindest zu einer Verhandlung kommen wird.

Mein Fazit:

Glinde, weiter so!!! Ihr bewirkt eine ganze Menge und Eurer Durchhaltevermögen nach fast 2 Jahren Mahnwachen ist bewunderns- und unterstützenswert!

 

Und ihr, Leute, engagiert Euch gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit!

Kontakt:http://www.notonsberg.de/   http://www.lautgegennazis.de/

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