30.08.2013: Ein wenig später, aber umso schöner – Ein Nachbericht zum „Dockville-Festival“ (16. bis 18.08.2013)

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Ein Nachbericht von Lars J. (2. Vorsitzender des Vereins „Laut gegen Nazis e. V.“

Freitag 16.08.2013

Anreise

Nachdem wir unser schickes kleines Festival Auto, was uns der Kai, der auch beim Dockville den Stand mit betreute, großzügiger Weise zur Verfügung stellte, gepackt hatte, gings durch das viel befahrene Hamburg auf nach Wilhelmsburg. An der S-Bahn Veddel angekommen, wurden Domme und Lars sehr freundlich von den Scouts vor Ort empfangen. Hier direkt die erste schöne Überaschung: „Ihr seid von Laut gegen Nazis? Dann bezahlt ihr auf keinen Fall ne Parkgebühr!“ Yeah!
Da unser Auto nur zum und endladen aufs Festivalgelände konnte, bekamen wir einen Passierschein, der uns den Zugang zum Festivalgelände für 2 Stunden erlaubte. Ab ins Auto und aufs Festivalgelände. 

Ankuft und Aufbau…

Als wir endlich das erste Mal übers Festivalgelände fuhren, wurden zwei Dinge klar: 

–> Die Location macht mit ihrem Kontrast zwischen der Industrie des Hamburger Hafens und den vielen grünen Bereichen echt was her.

und

–> Laut gegen Nazis e.V. ist hier mehr als willkommen! Beim Reinfahren kamen wir an einem großen Banner von LgN vorbei, dass hier bereits seit drei Wochen hing. Und das an der s.g. Schleuse, welche die Verbindung zwischen beiden Festivalbereichen und dem Campinggelände darstellte, und somit von nahezu allen Besuchern gesehen wurde.

Anschließend kam alles ein bisschen ins Stocken. Da unser Team, verzögert durch Verkehr und die Arbeitszeiten der Hauptberufe der Helfer, im bereits laufenden Festivalbetrieb ankam, konnten wir leider nicht mehr aufs Konzertgelände. Was nun? 
Nach den Erfahrungen, die wir bereits auf Festivals und anderen Konzerten sammeln konnten, haben alle an der Produktion beteiligten Menschen gerade jetzt alle Hände voll zu tun, und auf gar keinen Fall viel Geduld und Zeit, sich mit den Zu-Spät-Kommern zu befassen, die einfach ihren Standplatz nicht finden. Auf dem Dockville allerdings nicht. Natürlich hatten auch hier alle mehr zu tun als ihnen lieb war. Doch jede Person mit der wir sprachen, so nett und hilfsbereit, dass wir tatsächlich aus dem Staunen nicht mehr rauskamen. Egal ob Standplatzsuche, Standaufbau, Stromanschluß, Zeltaufbau, Warentransport zum Stand oder oder oder… Immer boten sich hilfsbereite Menschen des Dockville-Teams an, um uns zur Hand zu gehen. Großartig!!!

Erster Abend

Als Standplatz wurde uns eine Traumposition nahe dem Großschott, der Hauptbühne des Festivals, zugesprochen. Von hier aus konnten wir nicht nur das Festival mitverfolgen, sondern wurden auch nach von vielen Besuchern gesehen und erkannt. Auch wenn viele Menschen anfangs nicht sehr viel mit unserem kleinen Faltpavillion  etwas anzufangen wussten, kamen wir jedoch im Laufe des Abends immer mehr mit Menschen ins Gespräch, die sich mit uns über unseren Verein, ihren Erfahrungen mit Nazis und Rassismus unterhielten, oder einfach wissen wollten, was sie für eine Welt ohne Menschenverachtung auch ihrer Stadt tun können.  Dies machte uns sehr viel Spaß und so langsam sprach es sich rum, wo der kleine LgN-Stand zu finden war.

Als es dunkel wurde, versprühte das Dockville die Gänze seines Charms. Die vielen bunten Lichtelemente in den Bäumen und an den Bühnen, sowie die riesigen mit Bildern bestrahlten Hafengebäude schufen im Zusammenspiel mit der Musik eine wahnsinns Atmosphäre. Um ca. 23:30 Uhr wollten wir unseren Stand zwar schließen, mussten aber schnell einsehen, dass dies einfach mit dem gesamten Abbau des Stands verbunden war, da den Pavillion nicht zu machen konnte. Nur wo lagern, wenn wir nicht alles wieder zum Zelt schleppen wollen? Auch hier rettet uns, das Dockville-Team. Die Kollegen vom Info- & Merch-Stand ließen uns unsere Sachen bei ihnen im Container lagern und wir halfen bei ihrem Auf- und Abbau. So soll es sein.

Nun aber ab zu „Alle Farben“ und genießen!

Samstag und Sonntag

Das Muster, welches sich am Freitag bereits deutlich machte, setzte sich den gesamten Samstag weiter fort. Nette und vor allem friedliche Besucher, fleißige Kollegen, viele wichtige Gespräche, tolle Konzerte, klasse Wetter –> Das Dockville macht Spaß. Sogar die Kasse kam schnell in schwarze Zahlen, da sich ein gewisser „kackender Hund“ stetig wachsender Beliebtheit efreute.

Leider machte uns das Wetter am Sonntag morgen und Mittag einen Strich durch die Rechnung. Regen, aber vor allem der starken Wind zwangen uns den Stand direkt nach dem Aufbau wieder zu schließen, da unser Pavillion nur durch das beherzte Zugreifen von drei fleißigen Standhelfern und zwei Festivalbesuchern vom Davonfliegen abgehalten werden konnte.
Am fluchen und am sich ärgern, packte unser Team alles zusammen, genoß ein letztes Mal das tolle Catering und machte sich auf den Heimweg.

Fazit:

Um unserer vielen Lobe bis hier hin nciht den Rang abzulaufen, machen wirs kurz:

Selten sind wir herzlich empfangen und großzügig unterstützt worden, wie beim MS Dockville 2013. Wir hatten enorm viel Spaß und ärgern uns noch heute, über den vom Wind verwehten Sonntag. Wir hoffen und freuen uns darauf, auch nächstes Jahr wieder Teil des Dockville sein zu dürfen und wünschen viel Erfolg bei der Palnung des MS Dockville 2014

Bis Bald

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