18.07.2013: Flüchtlingsheim in Marzahn-Hellersdorf-Flucht ist kein Verbrechen – Ein kleiner Appell und ein aktueller Hilferuf – v. unserem neuen Mitarbeiter St. Räder

Flüchtlingsheim in Marzahn-Hellersdorf-Flucht ist kein Verbrechen

v. St. Räder für LGN – Hilferuf s. u.

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Foto: Ein Anwohner (Quelle: Neues Deutschland)

In Marzahn-Hellersdorf (Berlin) gibt es momentan massig Proteste wegen des angedachten Baus eines Flüchtlingsheims. Die zur Zeit leerstehende „Max-Reinhardt-Schule“ soll zu diesem Zweck umgebaut werden.

Bei einer Infoveranstaltung in Hellersdorf am 09.07.2013 kamen auch die Bürger zu Wort. Diese waren zumeist strikt gegen das Flüchtlingsheim und beklagen sich über ihre Probleme und Ängste. Es gebe in Hellersdorf zu wenig Kita-Plätze und die Kriminalitätsrate würde durch die Asylanten zunehmen. Es fielen Sätze wie z.B. „Unsere Kinder sind wichtig und nicht das, was hier her kommt!“. Solche Sätze sind an Egoismus, Intoleranz und Empathielosigkeit kaum zu übertreffen. Mitgefühl für die Flüchtlinge zeigten nur wenige Bürger.

Selbstverständlich versucht die NPD den Umbau zu verhindern und erhält dafür leider sehr viel Zuspruch von Seiten der Hellersdorfer Anwohner. Am 13.07.2013 wollte die NPD 5 Demonstrationen gegen den Umbau des Gymnasiums, verteilt in ganz Berlin starten. Diese konnten jedoch alle von Gegendemonstranten unterbunden werden.

Flüchtlingswohnheime sind gar kein Problem, wenn man sie akzeptiert und den Flüchtlingen bei der Integration hilft. Man sollte immer im Hinterkopf behalten, dass die Welt aus mehr, als nur einer Stadt oder einem Land besteht. Diese Menschen sind nicht ohne Grund aus ihrem Heimatland geflohen. Sie wollen nur in Frieden leben und sind ganz bestimmt nicht alle kriminell. Ja, sie sind vielleicht andere Lebensumstände gewohnt, aber der Mensch ist lernfähig, also tauscht euch mit ihnen aus und zeigt ihnen, dass ein friedliches Zusammenleben möglich ist. Lasst euch nicht vom Egoismus lenken, sondern zeigt Mitgefühl und Verständnis!

Was passieren kann, wenn die Bürger sich gegen die Flüchtlinge verbünden haben wir ja schon 1992 in Rostock-Lichtenhagen erlebt.

Daher:  Redet mit den Bürgern, klärt sie auf, dass es um Menschen geht, denen es noch schlechter geht als ihnen. Sie müssen begreifen, dass jeder eine Chance verdient hat, auch, wenn dazu andere ihre vergleichsweise luxuriösen Lebensumstände zurückschrauben müssen.

Der Terror von Bürgerinnen und Bürgern gegen das geplante Wohnheim hört nicht auf. Heute stießen wir auf einen Hilferuf. Nazis hetzen auf einer Petitionsplattform. Hier mehr:

Wir brauchen Eure Hilfe!
Neonazis aus Berlin hetzen über die Petitions-Plattform Change.org gegen ein Flüchtlingsheim in Berlin. Leider ist das der Firma Change.org offenbar total egal.
Bitte helft mit das zu ändern und schreibt kurz eine Beschwerdemail an den Laden: deutschland@change.org oder direkt via Facebook:www.facebook.com/Change.orgDeutschland

Danke! Text könnte so aussehen:

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach zwei gescheiterten Versuchen auf der Plattform „Open Petition“ wirbt der Nazi-Tarnverein „BÜRGERINITIATIVE MARZAHN-HELLERSDORF“ jetzt mit einer rassistischen Petition auf Change.org 

Ich bin entsetzt, dass Ihr Unternehmen bisher nicht reagiert hat und so der gewaltbereiten Neonazi-Szene weiterhin eine Plattform bietet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies mit den Grundsätzen von Change.org vereinbar ist.

Ich fordere Sie auf, die rassistische Petition unverzüglich zu löschen!

Mit freundlichen Grüßen

Foto: Wir brauchen Eure Hilfe!<br />
Neonazis aus Berlin hetzen über die Petitions-Plattform Change.org gegen ein Flüchtlingsheim in Berlin. Leider ist das der Firma Change.org offenbar total egal.<br />
Bitte helft mit das zu ändern und schreibt kurz eine Beschwerdemail an den Laden: deutschland@change.org </p>
<p>oder direkt via Facebook: www.facebook.com/Change.orgDeutschland</p>
<p>Danke! Text könnte so aussehen:</p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>nach zwei gescheiterten Versuchen auf der Plattform "Open Petition" wirbt der Nazi-Tarnverein "BÜRGERINITIATIVE MARZAHN-HELLERSDORF" jetzt mit einer rassistischen Petition auf Change.org </p>
<p>Ich bin entsetzt, dass Ihr Unternehmen bisher nicht reagiert hat und so der gewaltbereiten Neonazi-Szene weiterhin eine Plattform bietet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies mit den Grundsätzen von Change.org vereinbar ist.</p>
<p>Ich fordere Sie auf, die rassistische Petition unverzüglich zu löschen!</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen

 

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