19.02.2013: In der Schule ist kein Platz für Rassismus- Podiumsdiskussion an der Gretel-Bergmann-Schule v. H. Lange

In der Schule ist kein Platz für Rassismus- Podiumsdiskussion an der Gretel-Bergmann-Schule</Hamburg – Allermöhe

Für ca. 180 Schüler/innen der Gretel-Bergmann-Schule in Allermöhle haben am Montag, den 18.02.13. eine besondere Unterrichtseinheit erlebt. Statt einer zähen Doppelstunde, vollgestopft mit Informationen, organisierte ihr Lehrer Herr Rischer eine spannende Podiumsdiskussion mit Expert/innen. Mit Kay Seligmann von der Mobilen Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus, Cornelia Kerth von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten und Oliver Thron von der Ida-Ehre-Schule als Schule ohne Rassismus und Laut gegen Nazis-Vorsitzendem Jörn Menge entstand ein vielfältiges Podium.

Nach einer Vorstellungsrunde der Expert/innen über ihre alltägliche Arbeit mit Neonazis entstand ein lebendiges Gespräch über Begriffsdefinitionen, Ideologeme des Neofaschismus und Agitationsstrategien der Nazis. Moderiert von Ulrike Dorfmueller vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, konnten die Gäste mit ihren verschiedenen Sichtweisen und Erfahrungen zu einem umfassenden Bild der Thematik beitragen und ernteten Beifall der Zuhörer/innen.

Für die Schüler/innen besonders spannend waren die Erzählungen des Streetworkers und Lehrers Oliver Thron, der über alltäglichen Rassismus und die Arbeit an seiner Schule, die sich auf dem Weg zu einer Schule ohne Rassismus befindet, berichtet hat.

Er betonte, dass jede/r etwas gegen rassistische, homophobe oder sexistische Sprüche tun kann, egal ob in der Schule, im Stadion oder in Bus und Bahn.

 

Die anschließende Fragerunde für die Jugendliche zeigte, dass ihr Interesse am Thema geweckt wurde und sie sich kritisch damit auseinandersetzen möchten. Sogar nach Ablauf der vorgesehenen Zeit blieben noch einige Schüler/innen, um die Gespräche mit den Podiumsgästen in einer kleinen und intensiven Runde fortzusetzen.

Die Gretel-Bergmann-Schule veranstaltet derzeit eine ganze Projektwoche zum Thema Rechtsextremismus, in der außerdem Filmnachmittage, eine Ausstellung und weitere Projekte angeboten werden und zeigt damit, dass sie wachsam mit Nazis umgehen wollen und sich möglicherweise auch aufmachen, eine Schule ohne Rassismus zu werden.

 

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