27.08.2012: Wer ist „Laut gegen Nazis“? Wir auf jeden Fall! …und wir werden auch in Zukunft aufstehen… – Wir lassen uns das Singen nicht verbieten… Grundinformationen über uns…

 

Foto: Pressekonferenz im Hamburger Side Hotel mit Stefan Cramer (Zentralrat der Juden in Deutschland), Kay Oberbeck (Google Deutschland), Revolverheld, Die Happy, Noah Sow, der Redaktion des Magazins „blond“, einem Vertreter der A-Jugend Berlebeck, dem Regierungssprechers des Landes „Sachsen Anhalt, Anetta Kahane und weiteren Gästen…

„Wir lassen uns das Singen nicht verbieten!“ Immer dann, wenn wir in Deutschland in kleinen Orten Veranstaltungen für Initiativen planen, stehen uns Kommunalpolitikerinnen und Politiker meist skeptisch gegenüber. Insgesamt haben wir 80, meist Konzertveranstaltungen mit Podiumsdiskussionen und Informations-/Aufklärungsveranstaltungen außerhalb unseres Konzeptes „Hamburg steht auf!“ (März 2012) bundesweit umgesetzt. Nicht immer sind wir willkommen. In Pößneck (Thüringen) mussten wir 2005 sogar in einen anderen Ort ausweichen, weil der Bürgermeister der 10.000 Seelen zählenden Stadt mit uns nichts zu tun haben wollte. Trotzdem gewann die dortige Jugendinitiative viel Sympathien und konnte sich mit Hilfe eines beherzten Landrates etablieren. Der Bürgermeister wurde ein paar Monate später nicht mehr wieder gewählt. Aber auch sonst gelten wir als unbequem. Das wollen wir auch sein. Wir penetrieren Politik und Wirtschaft und versuchen Menschen mit dem Problem Rechtsextremismus und seinen Folgen immer wieder zu konfrontieren.

Auch vor Großen machen wir nicht halt. Gerade in der Welt des Internets sind wir wachsam. Ob Facebook oder YouTube. Auch hier werden wir nicht müde und konfrontieren die Betreiber immer wieder mit Inhalten dieauf deren Plattformen menschenverachtend sind. 2008 hatten wir YouTube auf das Schärfste kritisiert. Damals schaltete sich sogar der Zentralrat der Juden in Deutschland ein. Inzwischen ist YouTube einer unserer wichtigsten Partner und Förderer geworden mit dem wir gemeinsam Konzepte und Projekte praktisch umsetzen, um Menschen für die Gefahren von Rechts im Netz zu sensibilisieren. Bei Facebook ist ebenfalls der erste Schritt unternommen worden. Gemeinsam entwickeln wir Konzepte für 2012/2013.

Mit anderen Worten: „Wir stehen auf!“ wo es nötig ist. Und hier nun ein kleiner Abriss über uns selbst:

Laut gegen Nazis (Verein und Kampagne)

Die Kampagne „Laut gegen Nazis -Rechte Gewalt kann jeden treffen“ startete bereits im Jahre 2004. Gegründet wurde dieses Projekt von dem Hamburger Jörn Menge der sich bereits zuvor drei Jahre lang für die „stern“-Kampagne „Mut gegen rechte Gewalt“ engagierte, mit der Spenden für junge Initiativen in Deutschland erfolgreich gesammelt wurden. Ziel der Kampagne „Laut gegen Nazis“ war und ist es, einen Zusammenschluss der Zivilgesellschaft gegen den wachsenden Rechtsextremismus und seiner Wirkung zu forcieren. Mit einer professionellen Presse-/u. Öffentlichkeitsarbeit sowie der Nutzung von Marketing Strategien erreichen die Projekte der Kampagne eine breite Öffentlichkeit in Deutschland. „Laut gegen Nazis“ wird von Beginn an vor Allem von populären Persönlichkeiten aus der Musikbranche unterstützt. Zahlreiche prominente Persönlichkeiten prägen das Gesicht unserer Arbeit. Jedoch sind diese in erster Linie unterstützend dafür wirksam, Initiativen in Deutschland zu fördern und eine breite Aufklärung zum Thema Rechtsextremismus zu schaffen. Neben ca. 80 Veranstaltungen, darunter auch größere Projekte wie Dresden „Geh denken“ 2009″, sowie Tourneen mit Künstlern zu Brennpunkten in denen sich junge Initiativen gegen die in ihrem Ort präsenten Rechtsextremisten engagieren (von 2004 bis 2012), setzten wir mehrere große Projekte um. Dazu gehören die YouTube-Videowettbewerbe „361 Grad Respekt“ (2010/2012) und „361 Grad Toleranz“ (2009), die Kooperation mit dem „Interkulturellen Rat“ im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ (2010,2011,2012) im Saarland und unter dem Motto „Hamburg steht auf!“ (März 2012) und viele weitere. Aktuelle politische Ereignisse werden stets beobachtet und redaktionell bearbeitet. Hierzu dient die Internetseite www.lautgegennazis.de/blog sowie unsere Seiten www.facebook.com/istlaut , www.facebook.com/wirstehenaufund www.youtube.com/lautgegennazis sowie ein bundesweiter E-Mail Verteiler mit 1.500 Multiplikatoren in Deutschland. Im Juni 2012 arbeiteten wir eng mit der Hansestadt Hamburg und ca. 218 Initiativen gemeinsam zusammen, um die Großkundgebungen zu einem Naziaufmarsch unter dem Motto „Tag der deutschen Zukunft“ in Hamburg zu organisieren. Allein auf dem Rathausmarkt Hamburg, auf dem wir die Produktionsleitung für das Bühnenprogramm darstellten und Abläufe mit organisierten waren 15.000 Menschen versammelt, um für demokratische Werte und eine Welt ohne Rassismus, Antisemitismus, Homophonie und Menschenverachtung  zu demonstrieren.
Laut gegen Nazis e. V.

Im Jahre 2008 wurde der Verein „Laut gegen Nazis e. V.“ mit 19 Mitgliedern gegründet. Der Verein übernimmt gemeinnützige Aufgaben bundesweit. So werden Spenden generiert, um auch monetäre unkomplizierte Hilfen für engagierte Initiativen, Bürgerinnen und Bürger zu schaffen. Unter anderem unterstützt der Verein die bundesweite Organisation „Pro Asyl“, Opferberatungsstellen (Move-Vogtland), eine Jugendliche ohne Grenzen, Aktionsbündnisse wie „Vorpommern: demokratisch – weltoffen – bunt“, das Ehepaar Lohmeyer im Mecklenburgischen Ort Jamel und viele weitere kleine Initiativen bundesweit.
Laut gegen Nazis e. V. organisierte allein im ersten Halbjahr 2012 über 30 Workshops an Schulen und über 30 Informationsveranstaltungen bundesweit. Dieser Aspekt wird weiter ausgebaut. Bereits im November 2012 plant der Verein eine Fortsetzung von Workshops an Hamburger Schulen. Für die „Internationalen Wochen gegen Rassismus 2013“ organisieren wir derzeit die bundesweite Fortsetzung des Projektes „Hamburg steht auf!“ unter dem Titel „Wir stehen auf!“ vom 15. bis 24. März 2013.
Die Finanzierung der Vereinsziele findet nur über Spenden und Sponsoring über die gleichnamige Kampagne statt. „Laut gegen Nazis e. V.“ erhält keine langfristigen staatlichen Fördermittel.
Daten:
Laut gegen Nazis e. V.
Kronsaalsweg 70-74
22525 Hamburg

Pressestelle:
Make A Noise
Kronsaalsweg70-74
22525 Hamburg

 

 

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Festival, Online Radio, Politik, Rechtsextremismus, Spenden, Veranstaltungen, Verein, YouTube abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.