30.07.2012: „NPD schreibt Kopfgeld i. H. v. 8.000,– € aus“ – Finster!!! – Brandanschlag auf das Gelände des „Pressefestes der NPD/Deutsche Stimme“ Pressemitteilung des Aktionsbündnisses „Vorpommern: weltoffen – demokratisch – bunt“ Brandanschläge sind definitiv kein demokratisches Mittel…

 

 

Die heiße Phase (wohl im wahrsten Sinne des Wortes) in der Vorbereitung von Veranstaltungen gegen eine Nazipräsenz hat begonnen… Am Wochenende wurde offensichtlich ein Brandanschlag auf den Schweinestall verübt, an dem die „Deutsche Stimme“ mit NPD-Funktionären und Rechtsextremisten ihr Pressefest umsetzen will. Viereck ein kleiner Ort bei Pasewalk soll am 10./11. August 2012 einen Auflauf von Nazis ertragen. Aus deren Kreisen rechnet man mit mehr als 1.000 Teilnehmern.

Das Aktionsbündnis „Vorpommern: weltoffen – demokratisch – bunt“ bereitet sich seit Juli 2012 mit friedlichen Veranstaltungen auf diese Tage vor. Geplant ist am 11. August 2012 eine Menschenkette zwischen Pasewalk und Viereck. Die Betonung liegt vor Allem auf das Wort „friedlich“. Das Bündnis fordert die absolute Aufklärung der Ursache des Brandes an dem Gebäude, wo die Nazis feiern wollen. Selbstverständlich steht das Bündnis nicht hinter einem solchen Anschlag, da dies kein probates Mittel ist, demokratische Werte durchzusetzen.

Die Stimmung kann durch solche Aktivitäten einzelner Akteure aufgeheizt werden. Dies zeigt auch die Reaktion eines offensichtlichen Rechtsextremisten am Brandort, der mit folgendem Ausspruch zitiert wird: „…so eine Sauerei-man müsste die alle erschießen“. Eine Reaktion die für die Region nicht unbedingt Gutes verheißen lässt. Hier der Artikel vom „Nordkurier“:

http://www.nordkurier.de/cmlink/nordkurier/nachrichten/mv/rechter-treffpunkt-geht-in-flammen-auf-1.463102

 

Der Horror:

Die NPD MV hat inzwischen eine Belohnung von 8.000,– € ausgesetzt: Hierzu auf deren Seite:

„Belohnung verdoppelt! 8.000 Euro um linksextreme Brandstifter zu schnappen

Nachdem bereits gestern Vormittag der NPD-Landesverband, die Deutsche Stimme GmbH, der NPD-Parteivorstand und das Netzwerk „Freies Pommern“ eine Belohnung von 4.000 Euro für für den Hinweis auslobten, der zur gerichtsfesten Identifizierung der Brandstifter von Viereck führt, wurde die Summe inzwischen verdoppelt.Neben den Eigentümern des Grundstücks und dem NPD-Fraktionsvorsitzenden im Schweriner Landtag, Udo Pastörs, haben Einwohner des Landkreises ihre Unterstützung zugesagt. Mit teils drastischen Aussagen haben sich inzwischen Nachbarn solidarisiert. „Schweine, Idioten, Verbrecher und Gesindel“ die alternative Wortwahl für „Demokraten“ hat in Pommern Hochkonjunktur.“

Das Bündnis „Vorpommern: weltoffen – demokratisch – bunt“ zum Brandanschlag…

„Die Brandstiftung Ende letzter Woche auf dem schwer bewachten Gelände des neonazistischen Pressefestes stellt nun eine Eskalation dar. Doch wird auch dies die friedliche zivilgesellschaftliche Mobilisierung in Vorpommern nicht aufhalten.“

Das Bündnis „Vorpommern: weltoffen – demokratisch – bunt“ gab folgende Pressemitteilung heraus:

Pressemitteilung, 29.7.2012
Bündnis Vorpommern: weltoffen, demokratisch, bunt! ruft zu friedlichem Protest auf

Das breite zivilgesellschaftliche Bündnis „Vorpommern: weltoffen, demokratisch, bunt!“ ruft zu friedlichem Protest gegen das sog. „Pressefest“ des rechtsextremen Verlages „Deutsche Stimme“ auf, welches für den 11.August zwischen Pasewalk undViereck geplant ist.

Die Vorbereitungen zu einer Menschenkette von Pasewalk nach Viereck und einem anschließenden Stadtfest in Pasewalk laufen auf Hochtouren. Gemeinsam soll ein deutliches friedliches Zeichen gesetzt werden, dass das Pressefest, seine TeilnehmerInnen und die dahinter stehende Ideologie weder in Pasewalk noch anderswo willkommen sind. Entsprechend des Grundkonsenses des Bündnisses werden alle Formen von Einschüchterung oder gewalttätiger politischer Aktion abgelehnt und verurteilt.

„Die Vorbereitungen zur Menschenkette am 11. August laufen mit großem Elan“, sagte Benno Plassmann, einer der Sprecher des Bündnisses. „Das Bündnis hat sich nicht von Einschüchterungen beirren lassen, auch nicht von agents provocateurs, die Zwist säen wollten. Die Brandstiftung Ende letzter Woche auf dem schwer bewachten Gelände des neonazistischen Pressefestes stellt nun eine Eskalation dar. Doch wird auch dies die friedliche zivilgesellschaftliche Mobilisierung in Vorpommern nicht aufhalten.“

Das Bündnis vertraut darauf, dass die Sicherheitsbehörden alle denkbaren Tatzusammenhänge detailliert überprüfen. Dabei kommt der Auswertung der Materialien der privaten Video-Überwachung des Geländes, wo das Pressefest geplant ist, mit Sicherheit eine wichtige Rolle zu. Das Bündnis verfolgt die Ermittlungen der Sicherheitsbehörden zu der Brandstiftung mit Aufmerksamkeit und wird sich nicht an Vermutungen zu möglichen Motiven für die Tat beteiligen.

Für das Bündnis Vorpommern: weltoffen, demokratisch, bunt! Moderator der Koordinierungsgruppe

Für Pressenachfragen:

info@vorpommern-weltoffen-demokratisch-bunt.eu

www.vorpommern-weltoffen-demokratisch-bunt.eu 

 

Spendenaufruf:

Wer das Bündnis „Vorpommern: weltoffen – demokratisch – bunt“ monetär unterstützen will, kann dies unkompliziert tun: 

Das Aktionsbündnis Vorpommern bittet um Ihre Unterstützung gegen das „Pressefest“ der rechtsextremen Zeitung „Deutsche Stimme“ bei Pasewalk

Sehr geehrte Damen und Herren,

die „Deutsche Stimme“ ist das Parteiorgan der NPD. Einmal im Jahr wird ein „Pressefest“ veranstaltet. Dieses „Fest“ ist im Laufe der Jahre zu einem der größten Treffen der rechtsextremen Szene geworden. Hohe NPD-Funktionäre und andere in- und ausländische Rechtsextreme halten Hetzreden. Rechtsrockbands spielen. Rechte Liedermacher treten auf. Propaganda wird verteilt.

Am 11. August 2012 soll das „Pressefest“ auf einem Privatgelände zwischen Viereck und Pasewalk im Landkreis Vorpommern-Greifswald stattfinden. Die Veranstalter meldeten 600 Besucher an. Es ist aber damit zu rechnen, dass die Teilnehmerzahl von 2010 in Jankendorf (Sachsen) von 2000 Leuten erreicht wird.

Am 5. Juli 2012 gründete sich das „Aktionsbündnis Vorpommern weltoffen-demokratisch-bunt“. Das Bündnis umfasst besorgte Einwohner, Kirchen, Gewerkschaftler, Organisationen, Vereine, Kommunalpolitiker, Landespoliti- ker, demokratische Parteien und viele andere, die nicht zulassen wollen, dass die NPD in unserem Lebensbereich ohne Widerstand agieren darf, und mit ihrer, von der Mehrzahl der Einwohner der Region unerwünschten Präsenz unsere Städte und Gemeinden in den üblen und falschen Ruf bringt, ein „braunes Stammland“ zu sein.

Genauere Informationen über das Aktionsbündnis und die geplanten Aktionen erhalten Sie unter www.vorpommern-weltoffen-demokratisch-bunt.eu. Wir brauchen Ihre unbürokratische Unterstützung, damit wir ein deutliches demokratisches Zeichen gegen Rechtsextremismus in unserer Region setzen können.

Überweisungen erbeten unter folgender Bankverbindung:

Kontoinhaber: Demokratisches Ostvorpommern – Verein für politische Kultur e.V. Kontonummer: 102 023 654 / BLZ: 150 505 00 (Sparkasse Vorpommern) Verwendungszweck: Aktionsbündnis VWDB; Name u. Vorname ggf. Institution (*)

Wir versichern, dass Ihre Unterstützung nur für Aktivitäten gegen Rechts verwendet wird. Alle, die beim Aktions- bündnis mitmachen, tun das ehrenamtlich und unentgeltlich.

Es wäre sehr freundlich, dass, wenn Sie uns unterstützen wollen, uns möglichst schnell Ihre Bereitschaft zu signali- sieren, damit wir etwas Planungssicherheit haben. Mit Fragen und Hinweisen können Sie sich gern an Dip.Ing. M. Waltaud Gundlaff, Spiegelberg 24 in 17309 Gr. Spiegelberg wenden. Telefonisch erreichbar unter 039752 20929.

In der Hoffnung, dass auch Sie der „Deutschen Stimme“ mit Ihrer „Demokratischen Stimme“ entgegentreten, verbleiben wir mit freundlichen Grüßen.

Im Auftrag des Aktionsbündnisses
die Arbeitsgruppe „Akquise“ Pasewalk, 30.07.2012

(*) Spendenbescheinigungen können ausgestellt werden, sofern Sie bei der Überweisung Ihren Namen vollständig angegeben. Zudem benötigen wir Ihre Anschrift und Telefonnummer, gerne können Sie uns diese per Mail (info@demokratischesostvorpommern. de) oder Fax (03971-241736) mitteilen. 

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