19.04.2012: „Laut gegen Nazis“ präsentiert das sechste „Jamel rockt den Förster“-Festival am 03. und 04. August 2012 – Das Ehepaar Lohmeyer lebt seit 2004 in dem Mecklenburgischen Dorf Jamel in dem 60% der Einwohner Rechtsextremisten sind – Mit der Präsentation dieses Festivals wollen wir die Lohmeyers stärken!

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Eine trügerisch schöne Landschaft umgibt „Jamel“ in Mecklenburg- Vorpommern

Offizielle Pressemitteilung vom 19. April 2012:

„Laut gegen Nazis“ präsentiert das sechste „Jamel rockt den Förster“-Festival am 03. und 04. August 2012 Das Ehepaar Lohmeyer lebt seit 2004 in dem Mecklenburgischen Dorf Jamel in dem 60% der Einwohner Rechtsextremisten sind – Mit der Präsentation dieses Festivals wollen wir die Lohmeyers stärken!
Gerade einmal zehn Häuser stehen in dem kleinen Dorf. Als Birgit und Horst Lohmeyer dort hinzogen, träumten sie sicherlich von einer entspannten und romantischen Atmosphäre die für die Gegend adäquat ist. Eine schöne Landschaft unweit der Ostsee und der mecklenburgischen Seenplatte. Das Ehepaar vermietet eine Ferienwohnung auf ihrem ehemaligen Forsthof und setzt viele kulturelle Veranstaltungen um. Klingt schön, ist aber aufgrund der Präsenz der Rechtsextremisten, leider sehr getrübt zu genießen. Seit acht Jahren werden die Lohmeyers von den Nazis terrorisiert und bedroht. Sie werden auf dem Heimweg von ihren rechtsextremistischen Nachbarn ausgebremst, finden zum Beispiel Tierkadaver auf ihrem Grundstück, müssen damit leben, wenn Mist direkt vor ihrer Einfahrt abgeladen wird, erhielten Spammails und anonyme Anrufe und trotzdem bleiben sie dort. In unserem Vorgespräch trafen wir auf zwei sehr selbstbewusste Menschen, die sich gegen den Druck der Menschenverachtung an ihrem eigenen Wohnort friedlich wehren.
Der Verein „Laut gegen Nazis e. V.“ präsentiert das von dem Ehepaar Lohmeyer seit sechs Jahren ins Leben gerufene „Jamel rockt den Förster“-Festival sehr gerne. Ziel ist es, dass auf dem Privatgrundstück installierte Konzert auch als friedlichen Protest zu sehen. „Jamel rockt den Förster“ soll kein kommerzielles großes Festival, aber so attraktiv werden, dass bis zu 1.000 Menschen das Ehepaar in dem Bemühen ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzen, unterstützten. Die vorhandene Bühne und die dazugehörige Infrastruktur wurde von den Lohmeyers und Freunden selbst gebaut und entwickelt. Das 2012 zum sechsten Male anstehende Festival muss seinen charmanten, friedlichen Touch behalten.
Sicherlich wird das Festival die rechtsextremen Nachbarn in Jamel nicht bekehren, aber es soll zeigen, dass Demokraten sich nicht einschüchtern lassen. Es gibt bereits bestätigte Bands, darunter „Haudegen“ (Berlin) und Rantanplan“ aus Hamburg. Detaillierte Informationen zu „Jamel rockt den Förster“ finden sich auf: www.forstrock.de/ & www.facebook.com/jamelrocktdenfoerster .
Birgit und Horst Lohmeyer erhielten für ihr zivilgesellschaftliches Engagement 2011 den Paul Spiegel-Preis (Zentralrat der Juden in Deutschland) und 2012 den „Bürgerpreis der deutschen Zeitungen“.
Hamburg, den 19. April 2012 Pressestelle: Laut gegen Nazis/ Make A Noise

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