20.02.2012: Erster bundesweiter Aufruf zu den Abschlusskundgebungen für „Hamburg steht auf! Am 24. März 2012 – Hamburg tanzt! „Unten am Hafen, wo die großen Schiffe schlafen“ (Bernd Begemann)

 

Foto: Menschenkette von Dresden 13.02.2012

Trotz der Erfolge starker demokratischer Zusammenschlüsse in Dresden, trotz der verstärkten Debatte zum Thema „Rechtsextremismus“ in Deutschland nach dem Fall der NSU in Zwickau sind und bleiben wir skeptisch. Die Präsenz von rechtsextremistischem Gedankengut ist nach wie vor in der Gesellschaft vorhanden. Alltagsrassismen, Antisemitismus und Homophobie sind weit verbreitet, wenn nicht gar teilweise etabliert.

Obwohl wir erst am 2. Juni 2012 mit einem Naziaufmarsch in Hamburg (Tag der Zukunft) rechnen, empfinden wir es als selbstverständlich vorher ein Zeichen zu setzen. Betrachten wir Dresden, waren die wunderbaren Aktionen gegen die dortigen Nazipräsenzen eine Reaktion auf ein zehn Jahre langes „Wegsehen“. Dieses „Wegsehen“ geschieht anderenorts immer noch und täglich. Da gibt es Städte wie Pforzheim, Lübeck, Magdeburg, Gera, Tostedt, Dortmund, Bochum, Berlin und so viele andere, die immer wieder Ziel von rechtsextremistischen Bestrebungen werden.

Ein Handeln bleibt Bürgerpflicht. Um dies zu untermauern, planen wir auch Initiativen aus dem gesamten Bundesgebiet einzuladen und von einer Stadt aus ein Zeichen zu setzen, welche sich das „Tor zur Welt“ nennt.
An dem wohl prägnantesten Ort, der für Vielfalt und Weltoffenheit stehen sollte, dem Hamburger Hafen (Fischmarkt) wollen wir am Samstag den 24. März 2012 um 15.00 Uhr zu einer Großkundgebung aufrufen. Mit Blick auf die Docks und auf den Fluß, der Menschen aus aller Welt begrüßt, wenn sie nach Hamburg kommen. „Unten am Hafen wo die großen Schiffe schlafen“-so der Musiker Bernd Begemann in einem Stück.
Von dort aus wollen wir über die Landungsbrücken (wo früher die großen Passagierschiffe anlegten) zum Spielbudenplatz/Reeperbahn laufen und dort um 19.00 die Kundgebungen abschließen. Danach finden die offiziellen Abschlussveranstaltungen im Docks und in der Fabrik-Altona statt.
Für die Startkundgebung ist neben den Redebeiträgen natürlich auch Musik eingeplant. Wir erhoffen uns, dass wir das Bild eines „Karnevals der Kulturen“ schaffen, wenn wir uns mit dem Demonstrationszug vom Hafen bis zur Reeperbahn bewegen und so ein Zeichen dafür setzen, dass wir Menschenverachtung nicht akzeptieren.

Offizielle Start-Kundgebung: 24.03.2012 15.00 Uhr / Freigelände am Fischmarkt
17.00 Uhr / Start des Demonstrationszuges über die Landungsbrücken zur Reeperbahn
19.00 Uhr / Beendigung der Abschlusskundgebung auf dem Spielbudenplatz

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