29.12.2011: Aufbruch – Umbruch – Durchstarten… Der Schock-der in Wirklichkeit gar keiner ist… Das Jahr 2011 – Ein etwas anderer Jahresrückblick…

 

Wir waren, sind und bleiben laut!!! Auch nach fast acht Jahren werden wir nicht müde. Das erste Halbjahr war bis zu unserer kompletten Umstrukturierung etwas holprig. Der Verein „Laut gegen Nazis e. V“ verabschiedete im Mai 2011 auf seiner „Offiziellen Mitgliederversammlung“ diverse Neuerungen, deren Auswirkungen wir heute positiv betrachten dürfen. Aber auch neue Mitglieder durften wir begrüßen. Die Google Deutschland Pressesprecher, Smudo, Sebastian Krumbiegel und viele weitere Menschen kamen hinzu. Ein neuer Vorstand wurde gewählt und die Beitragsmodalitäteten geändert (alle Infos finden sich auf www.lautgegennazis.de.

Im Internet sind wir stark vertreten. Allein unsere Hauptseite www.lautgegennazis.de verfügte auch im Jahre 2011 über knapp 2.4 Millionen Zugriffe, unsere Facebookauftritte mit www.facebook.com/istlaut und www.facebook.com/hamburgstehtauf erreichen mittlerweile knapp 20.000 Userinnen und User, unser eigener Channel www.youtube.com/lautgegennazis verfügt über knapp 72.000 Aufrufe-die Videos wurden über 450.000 Mal gesehen und geklickt. Aber auch unsere mediale Wirkung lässt hoffen. 2011 erreichten wir durch unsere gezielte Presse-/Öffentlichkeitsarbeit viele Millionen Menschen. Allein der Beitrag des ARD Magazins „Fakt“ über Nazis bei Facebook und im Sozialen Netzwerk erreichte 2.65 Millionen Zuschauer. Hinzu kommen viele weitere Artikel in Printmedien, im Internet und vor Allem auch Beiträge im Rundfunk. Wir danken allen, deren Aufmerksamkeit wir erlangten.

Am beeindruckensten war für uns das Schulprojekt „Erinnerungsgang“ welches wir mit der BBS Wechloy aus Oldenburg umsetzten. Mit diesem Projekt wurde würdig den Opfern des Nationalsozialismus gedacht. Ein dreiviertel Jahr lang, begleiteten wir die Schülerinnen und Schüler bei der Organisation von über neunzehn Veranstaltungen. Am Ende stand der Erinnerungsgang selbst. es gelang, über 2.000 Menschen zu mobilisieren, um den von Nazis getöteten jüdischen Bürgerinnen und Bürgern zu gedenken. http://www.facebook.com/erinnerungsgang


Wo wir waren…

Wir haben ein sehr turbulentes Veranstaltungsjahr hinter uns… Wir unterstützten „Dresden nazifrei“ im Februar bei den Demonstrationen gegen die Naziaufmärsche am 13. und 19. Februar, wir waren beim Campus Open Air Cottbus, bei den „Internationalen Wochen gegen Rassismus im Saarland“, bei vielen Festivals wie dem Hurricane, Southside, Area 4, Highfield, Splash, wir führten allein ca. 15 Veranstaltungen durch und werden auch im Jahre 2012 wieder da sein, wo es nötig und vor Allem möglich ist…

 

Hamburg steht auf! im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus 2012“ vom 16. bis zum 24. März 2012 steht für unsere Kraft, Dinge umzusetzen. Große Partner wie kleine Partner unterstützen dieses Vorhaben mit Herz. Insgesamt haben wir über 150 Institutionen, Unternehmen, Café´s, Kneipen, Einzelhändler und Menschen für dieses Projekt,  jetzt schon gewinnen können. Täglich haben wir hier aktuelle Entwicklungen zu vermelden (www.facebook.com/hamburgstehtauf und www.lautgegennazis.de). Mit vielen Aktionen und Projekten starten wir in das Jahr 2012… Wir hoffen-Ihr seid dabei….

Nachschlag: Der Schock der in Wirklichkeit keiner war…

Zittau-Naziterror-NPD Verbot!!! Die Schlagzeilen überhäuften sich in den letzten Wochen. Schock in deutschen Wohnzimmern, im Bundestag, auf der Straße und sonstwo in Deutschland. Drei Nazis von hunderten flogen auf. Sie mordeten und brandschatzten. Dass dieser Fall nur einer von vielen ist, will man offensichtlich immer noch nicht glauben. Nur so ist zu erklären, dass Politikerinnen und Politiker des Bundestages den 10 Opfern statt der über 180 Todesopfer in einer tragischen Stunde gedacht hatten. Jährlich werden über eintausend Menschen durch Gewaltakte von Rechtsextremisten und Rechtsradikalen verletzt, geschlagen und gedemütigt. Und dies nicht erst, seitdem wir von den von den Medien betitelten drei Rechtsterroristen wissen. Der Schock müsste eigentlich viel größer sein, wenn wir den täglichen Rassismus, Antisemitismus, die tägliche Homophobie und Menschenverachtung betrachten würden. Wir arbeiten seit acht Jahren mit dem Thema und für uns sind genau die alltäglichen Aktivitäten von Rechtsextremismten schockierend. Mit all den Folgen für die Opfer. Wir gedenken allen Opfern von Nazis und Menschenverachtern und hoffen auf einen starken zivilgesellschftlichen Zusammenschluss, der sich diesen Aktivitäten sinnvoll und beherzt entgegenstellt. Aufbruch und Durchstarten…

J. M. für LGN

 

 

 

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