17.05.2011: Während die Polizei in Berlin sich nach dem Desaster in Kreuzberg kühn mit Selbstkritik plagt – steht eine neue Veranstaltung der Nazis am 22. Mai 2011 im niedersächsischen Northeim bevor – Niedersächsischer NPD Landesparteitag

(Foto: Sebastian Brux)

Welch kühnes Argument der Polizei, hören wir aus Berlin. Die mangelnde Informationspolitik betreffend des Überraschungsaufmarsches von Nazis in Berlin – Kreuzberg vom Samstag beruht auf folgender Aussage eines Sprechers „…wir wollten nicht, dass die Extremisten schon vorab aufeinandertreffen!“ Achso.

Ist es nicht so, dass vor Genehmigung von Kundgebungen die Sicherheitslage geprüft wird. Und zwar weit vor der Veranstaltung selbst? Wenn dies der Fall ist, dann fragen wir uns, wie eine Genehmigung zustande kommt für eine Veranstaltung die nur in Eskalationen enden kann. Zu genehmigen, dass Nazis durch ein multikulturelles Stadtviertel marschieren dürfen und das auch noch ohne wirkliche Vorankündigung, ist wohl sehr unverantwortlich und in sich schon ein Sicherheitsrisiko.

Die Polizei übt Selbstkritik. Schön. Wofür eigentlich, dafür dass man zugesehen hatte wie Nazischläger Passanten, Migrantinnen, Migranten und Gegenkundgebungsteilnehmer angreifen und schlagen, um die Täter dann anschließend unbehelligt sich in den Zug der Menschenverachter wieder einreihen zu lassen? Weil man durch eine neue Politik gelernt hat, alle Extremisten sind ja gar schlimmer als Rechtsextremisten? Nein, in Berlin hat die Exekutive nicht nur versagt, sondern sie hat offensichtlich schlichtweg nicht gehandelt. Und wenn, dann viel zu spät. Das Argument, man habe aus Sicherheitsgründen die Route der Nazis nicht rausgegeben, ist absolut peinlich. Denn wie wir am Samstag gesehen haben erreichte die Exekutive damit nur das Gegenteil. Verletzte, Krawall und eine Präsenz derer die Menschenverachtung aufgrund ihrer Ideologie prägen. Die Nazis.

Wenn das Schule macht-dann gute Nacht.

In Northeim/Niedersachsen rüstet sich die Exekutive mit Hundertschaften wegen eines NPD-Landesparteitages

Kaum ist Berlin vorbei, naht der nächste Auftritt der Nazis und Rechtsextremisten. Im niesersächsischen Northeim findet am 22. Mai 2011 ein Landesparteitag der NPD statt. Schon vorab wird zu zivilgesellschaftlichen Gegenkundgebungen aufgerufen. Auch die Polizei rüstet sich schwer wegen möglicher Auseinandersetzungen. Mehr hierzu auf

http://npd-blog.info/2011/05/17/npd-northeim-242/

Wie war das noch? Berlin ist eine Großstadt. Northeim ein Kleinstadt. Richtig?

 


Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Politik, Rechtsextremismus, Spenden, Verein abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.