13.04.2011: In Jamel – Mecklenburg-Vorpommern – Kinder grüßen sich auf offener Straße mit „Heil Hitler“ – Sechs von 10 Häusern in Nazihand – Ein Ehepaar erhält den Paul Spiegel – Preis für Zivilcourage und in Amerika kennt man das Dorf auch schon

Ein Dorf welches inzwischen sogar in Teilen Amerikas bekannt sein dürfte. Jamel in der Nähe von Wismar (Mecklenburg Vorpommern). Dort stehen zehn Häuser. In einem wohnt ein NPD-Funktionär, in fünf weiteren Häusern Menschen mit eindeutig rechtsextremen Tendenzen. Ein Ehepaar namens Lohmeyer wollte die Idylle der Einöde genießen und zog dort in eines der anderen vier Häuser. Erst mit der Zeit, merkte es, dass dort vorwiegend Nazis wohnen. So grüßen sich Kinder beispielsweise mit „Heil Hitler“ auf der Straße oder man findet ein Hinweisschild in Frakturschrift zu Hitlers Geburtshaus in Braunau am Inn und so weiter.

Immer wieder versuchte das Naziklientel des Dorfes das neue hinzugezogene Ehepaar zu vetreiben. Selbst vor einer Party machten diese keinen Halt und verprügelten einen Gast. Der Ehemann berichtet natürlich auch von schönen Momenten an dem Wohnort, aber der Druck der von den Rechtsextremen ausgeht ist brutal und macht Angst. Der Zentralrat der Juden in deutschland wird dem Ehepaar Lohmeyer nun den „Paul Spiegel Preis“ für Zivilcourage verleihen. In Mecklenburg-Vorpommern sind bald Landtagswahlen. Allein die Sicht auf Jamel, läßt Böses erahnen. Die NPD hat in Mecklenburg-Vorpommern leider noch viele Anhänger. Hier ein Bericht des Südkuriers, wo auch das Ehepaar per Video zu Wort kommt:

http://www.suedkurier.de/news/brennpunkte/Zivilcourage-Preis-fuer-Leben-im-Nazi-Dorf;art407,4830090

Selbst in Amerika berichtet man über Jamel:

http://www.sanfranciscosentinel.com/?p=92312

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