29.03.2011: Wie hängt die rechtsextreme Szene von heute mit den Nazis von gestern zusammen? -„Laut gegen Nazis“ bietet bundesweit Workshops und Vorträge im Rahmen von Fortbildungsmaßnahmen für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte an!

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Fotos: Gestern und Heute

Im Jahre 2010 wurden wir von Schulen und anderen Institutionen für Workshops und Vorträge zum Thema „Rechtsextremismus in Deutschland“ angefragt. Mittlerweile haben wir unser Angebot ausgebaut. Im Geschichtsunterricht wird das Thema „NS-Geschichte“ häufig nicht in den Kontext mit der aktuellen Entwicklung der rechstextremen Szene, gesetzt.Wie auch? Die Lehrpläne sind eng gestrickt und nach Aussage mehrerer Politiker setzen die Kultusministerien auf Initiativen und Möglichkeiten, neben dem Schulunterricht über dieses für uns alle wichtige Thema aufzuklären-so auch ein Staatssekretär des Saarlandes auf einer Prssekonferenz zu den „Internationalen Wochen gegen Rassismus“.

Wir sind anderer Auffassung. Uns erscheint, mit der Erfahrung aus der Praxis, wichtig-dass eine frühe Aufklärung auch in dem Kontext des Geschehenen in diesem Lande notwendig ist, um den Schülerinnen und Schüler den Reiz an dem was die rechtsextreme Szene ausstrahlt, vorab zu nehmen. Gerade heute kommt jene in einem nicht offensichtlich zu erkennenden Gewand herbei. Bei den bisherigen Vorträgen und Workshops an Schulen wurde deutlich, dass die meisten Jugendlichen noch kein Bewusstsein gegenüber der Gefahren aus der rechtsextremen Szene entwickeln konnten. Die Lehrkräfte sprechen jenes Thema oft, weder im Geschichtsunterreicht noch im Deutschunterricht mit den Schülerinnen und Schülern durch. Folge dessen, haben wir unser Aufkärungsangebot erweitert:

Workshopangebot „Laut gegen Nazis – Rechte Gewalt kann jeden treffen“
Die Kampagne bietet Aufklärungsarbeit für Schulen an.

Die Kampagne “Laut gegen Nazis – Rechte Gewalt kann jeden treffen“ existiert seit über sieben Jahren. Wir konnten mit Konzerten, Aufklärungsarbeit, vielen bundesweiten Aktionen und durch die Hilfe vieler prominenter Unterstützer bereits eine breite Öffentlichkeit im Kampf gegen nationalsozialistische Tendenzen erreichen.

„Laut gegen Nazis“ bietet Schulklassen bundesweit die Möglichkeit, mit dem Kampagnenleiter Jörn Menge und dem Historiker Dr. Andreas Strippel und weiteren Referenten über Rechtsextremismus und Nationalsozialismus zu sprechen. In Absprache mit Lehrern wird ein individuelles Programm im Rahmen eines Projekttages, Workshops, Vortages oder einzelner Schulstunden zusammengestellt.

Die neue rechtsextreme Szene erlebt kontinuierlich und jährlich einen Zuwachs. Zwar sterben die Altnazis langsam aus, deren Gedankengut behaftet sich jedoch bei vielen jungen Menschen. Neben der NPD gibt es verschiedene rechtsextreme Subkulturen und Organisationen, unter anderem für Frauen, Kinder, Jugendliche und Studenten. Rechtsextremisten versuchen ihre Ideologie durch Arbeit in Vereinen und Bürgerinitiativen versteckt zu verbreiten. Sie nutzen die Rechte, die ihnen die demokratische Grundordnung zusichert, um diese Ordnung zu beseitigen. Hier entsteht ein neuer Boden für Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und das Gedankengut der alten Naziideologie.
In Zukunft wird es der Zivilgesellschaft immer schwerer fallen, die alte Ideologie von neuen Tendenzen zu unterscheiden. Gerade deshalb ist die Aufklärungsarbeit an Schulen so wichtig. In den Bildungseinheiten wird den Jugendlichen die Problematik deutlich gemacht und sie werden angeregt, sich kritisch mit dem Thema Rechtsextremismus auseinanderzusetzen.

„Laut gegen Nazis“ versucht, in der Aufarbeitung der deutschen Geschichte im Kontext mit neuen rechtsextremen Entwicklungen genau darauf aufmerksam zu machen und die Schüler für das Erkennen rechten Gedankengutes zu sensibilisieren.
Unsere Themen sind:

Aufklärung über nationalsozialistische und rechtsextreme Ideologien
Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit in Zusammenarbeit mit dem Historiker Dr. Andreas Strippel
Schülerdiskussionen
Aktuelle Geschehnisse, Entwicklungen und Problematiken

Unsere Kampagne soll aufmerksam machen, ohne parteilich zu sein.  Unser Konzept ruft jeden Menschen in diesem Land auf, ein klares Statement gegen diese menschenverachtende Ideologie abzugeben.
„Laut gegen Nazis“ steht für demokratische Werte und Respekt. Diese Werte vermitteln wir auch bei jedem Vortrag oder Workshop an die Schüler. Für eine Welt ohne Menschenverachtung.

Kontakt/Anfragen:

Jörn Menge
Kampagne „Laut gegen Nazis“
c/o HeadUp Promotion GmbH
Kronsaalsweg 70-74
22525 Hamburg
Tel.: 040-54 70 96 78-0
Fax: 040-73 44 44 7-49
Email: info@lautgegennazis.de
www.lautgegennazis.de

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