24.02.2011: Österreich-Hitlers Geburtshaus stets Wallfahrtsort für Nazis-Am 16. April 2011 ruft ein Bündnis gegen Rechtsextremismus zur Kundgebung auf! Zu früh? Nein!!!

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(Hitler´s Geburtshaus in Braunau-Österreich)

Wir arbeiteten einmal mit einer Kollegin aus Braunau am Inn/Österreich zusammen. Braunau ist nicht irgendeine Stadt. Hier wurde Adolf Hitler geboren. Sie berichtete uns schon damals, dass sich der Ort am 20.04. seit Jahren damit begnügen muss, Rechtsextreme und Nazis beherbergen zu müssen. Grund: Hitlers Geburtstag. Es gibt viele Wallfahrtsorte für die braune Masse. Jener hier ist der bizzarste. Das Geburtshaus Hitlers´s. Dort lag der größte Menschenverachter und Kriegsverbrecher in der Wiege. Ganze Pilgergruppen an Rechtsextremen starren oft ehrfürchtig auf dieses Haus. Führerkult! Eben der Führerkult, der mit der neuen rechtsextremen Szene behaftet ist. Ein gutes Beispiel hierfür ist auch Dresden. Wenn 1.300 Nazis mit gespielter Trauer durch die Straßen marschieren und dazu aus Lautsprechern Hitler´s Lieblingskomponisten Wagner zu hören ist, dann wissen wir hier gibt es eine intensive Verbindung. Diese Verbindung sollte genau der Grund sein, dass wir Nazis nie wieder marschieren lassen. In Braunau wehren sich beherzte Bürgerinnen und Bürger gegen das Aufbäumen rechtsextremen Gedankengutes.

Schon jetzt erreichte uns ein Aufruf aus Braunau für eine Kundgebung am 16. April 2011, den wir hier sehr gerne veröffentlichen. Dieser zeigt auch in welcher Situation sich unser Nachbarland Österreich befindet. Die FPÖ ist stärker als uns lieb sein dürfte.

Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Antifaschistinnen und Antifaschisten!

Wie vielen von Euch/Ihnen bekannt sein dürfte, findet schon seit Jahren rund um den 20. April eine antifaschistische Kundgebung in Braunau/Inn statt. Auch in diesem Jahr wird es eine Demonstration unter dem Motto „Gegen Nazis, Rassismus und Sozialraub. Für eine lebenswerte Zukunft“ geben. Wir möchten Euch/Ihnen im folgenden Schreiben unsere Beweggründe dafür näher bringen und hoffen auf eine breite Unterstützung!

Die antifaschistische Demonstration in Braunau ist für viele schon zur Tradition geworden, seit etlichen Jahren beteiligen sich an der Kundgebung nämlich hunderte junge Menschen aus ganz Österreich. Wird seit jeher an die scheußlichen Gräueltaten des Nazi-Faschismus erinnert, so wollen wir aber auch ein deutliches Zeichen gegen rechtsextreme und offen faschistische Kräfte der heutigen Tage setzen!

Dass antifaschistisches Engagement kein Schnee von gestern ist, sondern gerade heute wieder von besonderer Notwendigkeit ist, sollte spätestens seit dem anhaltenden Höhenflug der rechtsextremen FPÖ Konsens sein. Aber nicht nur hier in Österreich, sondern in ganz Europa genießen Rechtsextremisten massiven Aufwind. Gerade wenn man den bedenklichen Aufwind der extremen Rechten beobachtet, wird man auch die Notwendigkeit von Aktionbündnissen verstehen, die sich auf den Rückhalt breiter Teile der Bevölkerung stützen können. Antifaschismus darf kein Selbstzweck für einzelne politische Gruppierungen sein, sondern kann nur im breiten Bündnis mit allen demokratischen und antifaschistischen Kräften Erfolg haben. Wir wollen deshalb nicht gegen die Braunauerinnen und Braunauer demonstrieren, sondern sich gemeinsam mit ihnen rechtsextremen Umtrieben entgegenstellen!
Braunau ist nicht nur mit dem schweren historischen Erbe geplagt, die Geburtsstadt des faschistischen Diktators Adolf Hitler zu sein, sondern Neonazis versuchten in der Vergangenheit immer wieder aufs Neue die Stadtgemeinde am Inn für ihre politischen Zwecke zu missbrauchen: Ende 2008 attackierten Neonazis ein Jugendkonzert und schwenkten dabei grölend eine Hakenkreuz-Fahne, wenige Monate später eröffnete ein Kleidungsgeschäft der rechtsextremen „Mode“-Marke „Thor Steinar“ und rund um den 120. Geburtstag Hitlers – im Jahr 2009 – versuchte die neonazistische „Nationale Volkspartei“ (kurz: NVP) in dessen Geburtsstadt Braunau für „Mehr Demokratie“ zu marschieren. Das waren zumindest jene Nazi-Provokationen, die der breiten Öffentlichkeit bekannt wurden.

Zeigen wir auf, dass es auch anders gehen kann: Wir wollen über Partei- und Organisationsgrenzen hinweg ein deutliches Zeichen für ein Miteinander ohne Rassismus und Ausgrenzung setzen, ergreifen wir gemeinsam Zivilcourage!
Hier jedenfalls nochmals das Wichtigste zusammengefasst:

Sämtliche Informationen zur antifaschistischen Kundgebung in Braunau/Inn finden sich auf der Homepage http://www.braunau-gegen-rechts.at oder auch auf unserer Facebook-Seite http://www.facebook.com/braunau.gegen.rechts. Per Mail an demo@braunau-gegen-rechts.at beantworten wir gerne alle Anfragen zur Kundgebung, zum Ablauf oder zur An- und Abreise. Wie auch in den Jahren zuvor sollen Busse aus den verschiedensten Städten Österreichs organisiert werden, Informationen diesbezüglich finden sich demnächst auf der Homepage!

Gegen Nazis, Rassismus und Sozialraub!
Gemeinsam für eine lebenswerte Zukunft

Samstag, 16. April 2011
Beginn: 15 Uhr am Bahnhof

Nach der Auftaktkundgebung am Bahnhof Braunau wird sich der Demonstrationszug durch das Stadtgebiet zu einer Abschlusskundgebung am Mahnstein vorm Hitler Geburtshaus in der Salzburger Vorstadt (Anm.: so heißt die Vorstadt von Braunau) bewegen. Wobei die Demonstrationsroute kürzer als im Vorjahr sein wird.

Der Aufruf zur Kundgebung findet sich untenstehend und unter: http://www.braunau-gegen-rechts.at/2011/02/gegen-nazis-rassismus-und-sozialraub/.

Aufruf unterzeichnen:
Wollt ihr/Wollen Sie als Organisation oder als Privatperson den Aufruf zur diesjährigen Kundgebung „Gegen Nazis, Rassismus und Sozialraub! Gemeinsam für eine lebeneswerte Zukunft“ unterzeichnen? Dann schicken Sie/schickt uns eine Mail an: demo@braunau-gegen-rechts.at. An dieser Stelle möchten wir nochmals festhalten, dass für die OrganisatorInnen antifaschistisches Engagement kein Selbstzweck ist, sondern wir sehr bemüht sind, gemeinsam in einem breiten Bündnis mit allen demokratischen und antifaschistischen Kräften ein deutliches Zeichen zu setzen. Es sind daher jeder und jede eingeladen diese Kundgebung nach seinen Kräften und Möglichkeiten zu unterstützen!

Wir wären euch sehr dankbar, wenn ihr den Aufruf und die Infos zur Demonstration über eure Medien (Homepage, Zeitung, Newsletter, Fabebook/Twitter, etc) verbreitet! Ein großers Dankeschön schon im Vorraus!

In der Hoffnung auf eine breite Unterstützung, verbleiben wir mit antifaschistischen und solidarischen Grüßen,

f.d. Bündnis „braunau gegen rechts“

Aufruf:

Gegen Nazis, Rassismus und Sozialraub!
Gemeinsam für eine lebenswerte Zukunft
Demonstration in Braunau/Inn – Sa. 16. April 2011, Beginn: 15 Uhr am Bahnhof

Millionen Tote und halb Europa in Schutt und Asche. Das war das Ergebnis von 12 Jahren Nazi-Faschismus. Und dennoch kommen die alten und neuen Nazis wieder aus ihren Löchern gekrochen. Gerade rund um den Geburtstag des faschistischen Diktators Adolf Hitler gilt es an die scheußlichen Gräueltaten des Nazi-Faschismus zu erinnern und darüber hinaus ein deutliches Zeichen für eine Zukunft ohne Faschismus und Krieg zu setzen!

Ewiggestrige wittern ihre Chance
Waren die Botschaften der Neonazis vor wenigen Jahren noch sehr unterschwellig formuliert, machen sie heute gar keinen Hehl mehr aus ihrer menschenverachtenden Gesinnung. Rassismus und Antisemitismus, wie auch die Anbiederung an die Verbrechen des NS-Faschismus gehören genauso wieder zum guten Ton der rechtsextremen Propaganda, wie auch Aufrufe zu Gewalt gegen alles vermeintlich andere. Längst ist das kein Geheimnis mehr, sondern auch der breiten Öffentlichkeit hinlänglich bekannt, doch trotzdem scheint die österreichische Justiz blind auf dem rechten Auge zu sein! Im Fall einer einschlägig bekannten Neonazi-Homepage zeigt sich, wie unbehelligt die Nazis über ewige Zeit hinweg hetzen konnten (und weiterhin können), ohne dass sie sich vor ernsthaften Konsequenzen fürchten müssen.

Aber nicht nur die Untätigkeit des Staatsapparats trägt Mitschuld daran, dass sich Rechtsextremisten und Neonazis in ihrer Sache so sicher fühlen können. Wir alle kennen die Frau Fekter, wir kennen die rassistische Asylgesetzgebung, wir wissen, dass auch so mancher Spitzenpolitiker gern in rechten Gewässern nach WählerInnenstimmen fischt. Rassismus ist schon längst kein Monopolprodukt der extremen Rechten mehr.

Hier gilt es klar Position zu beziehen und dagegen aufzutreten! Denn bekanntlich stimmt zu, wer schweigt und deshalb dürfen Nazis nirgends das Gefühl haben, dass ihre Hetzpredigten im Stillen akzeptiert werden oder gar Zuspruch finden.

Rechte Hetze löst keine Probleme, sondern macht alles nur schlimmer!
Während sich die Regierung vehement dagegen wehrt, dass die Verursacher und Nutznießer der aktuellen Wirtschaftskrise, also Banken und Konzerne, für die Kosten der Krise aufkommen, sollen die arbeitenden Menschen und die Jugend die Zeche dafür zahlen. Europaweit jagt ein Sparpaket das Nächste. Für die übergroße Mehrheit der Bevölkerung ist die momentane Situation schlichtweg beschissen, viele Menschen haben berechtigte Zukunftsängste und wissen nicht mehr weiter.
Hier kommt die FPÖ ins Spiel. Ihr Programm beschränkt sich bekanntlich auf altbewährtes „Nach oben buckeln, nach unten treten“. Und deswegen beschwert man sich auch nicht darüber, dass manche Menschen Privatjets und Luxusyachten besitzen, während anderen der letzte Groschen genommen wird. Jüngstes Beispiel dafür ist das von der FPÖ propagierte „Bettel-Verbot“: Denn anstatt die Armut zu bekämpfen, bekämpft man damit jene, die sowieso schon am untersten Ende der Gesellschaft stehen, nämlich die Ärmsten der Armen!

Gemeinsam. Zajedno. Birlikte. Für eine lebenswerte Zukunft!
Der Dichter Erich Fried hat einmal gesagt: »Ein Faschist, der nichts ist, als ein Faschist, ist ein Faschist. Aber ein Antifaschist, der nichts ist, als ein Antifaschist, ist kein Antifaschist.« Gemeint ist damit, dass ein Antifaschismus, der sich als eine Ein-Punkt-Bewegung versteht, auf Dauer keinen Erfolg haben kann. Wir erleben derzeit eine gewaltige Wirtschaftskrise, die unzählige Menschen in Sorgen um ihre Zukunft stößt und in die Angst um ihre schlichte Existenz. Wenn wir den Kampf gegen Rechts gewinnen wollen, müssen wir mehr bieten, als vor und nach jeder Wahl den tatsächlichen oder vermeintlichen Rechtsruck zu beweinen. Es geht darum, für eine lebenswerte Zukunft aller Menschen zu kämpfen! Die Grenzen verlaufen nicht zwischen den Völkern, sondern zwischen oben und unten!

Traditionell antifaschistisch: Auf nach Braunau!
Neonazis versuchten in der Vergangenheit immer wieder aufs Neue die Stadtgemeinde am Inn als Pilgerstätte zu missbrauchen und gerade an diesem Aprilwochenende zu provozieren. Auch heuer gilt: Nazi-Präsenz rund um den Hitler-Geburtstag in Braunau verhindern!

In einem breiten und gemeinsamen Bündnis rufen wir zur traditionellen, antifaschistischen Kundgebung am Samstag, dem 16. April 2011, in Braunau/Inn auf und ersuchen alle demokratischen Kräfte um Unterstützung.
Solidarität ist eine der wichtigsten Waffen im Kampf gegen Faschismus. Niemals vergessen!


Gegen Nazis, Rassismus und Sozialraub
Gemeinsam für eine lebenswerte Zukunft kämpfen!

antifaschistische Demonstration in Braunau am Inn
Samstag, 16. April 2011
Treffpunkt: 15 Uhr, Bahnhof

http://www.braunau-gegen-rechts.at | demo@braunau-gegen-rechts.at

Gegen Nazis, Rassismus und Sozialraub
Gemeinsam für eine lebenswerte Zukunft kämpfen!

antifaschistische Demonstration in Braunau am Inn
Samstag, 16. April 2011
Treffpunkt: 15 Uhr, Bahnhof

http://www.braunau-gegen-rechts.at | demo@braunau-gegen-rechts.at


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