20.02.2011: Öffentliche Anfrage betreffend der Razzia in den Büroräumen „dresden-nazifrei“ am 19.02.2011 um ca. 18.00 Uhr bei der Polizei und der Staatsanwaltschaft Dresden sowie dem LKA Sachsen

Von:      Laut gegen Nazis <info@lautgegennazis.de>
Betreff:     Öffentliche Anfrage betreffend der Razzia in den Büroräumen „dresden-nazifrei“ am 19.02.2011 um ca. 18.00 Uhr bei der Polizei und der Staatsanwaltschaft Dresden sowie dem LKA Sachsen
Datum:     20. Februar 2011 15:54:07 MEZ
An:     pressestelle.pd-dresden@polizei.sachsen.de

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie uns von dem Bündnis „Nazifrei-Dresden stellt sich quer“ am Sonntag, den 20.02.2011 mitgeteilt wurde hat die Staatsanwaltschaft Dresden unter der Anleitung des Staatsanwaltes Wagner eine Razzia am Samstag, den 19.02.2011 um ca. 18.00 Uhr in den Büroräumen der Pressestelle „dresden-nazifrei“ durchgeführt. Hierbei wurde laut der dortigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seitens der Polizei hart durchgegriffen. Vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen, zehn Computer wurden beschlagnahmt, mit Brechstangen wurden Türen durch Polizeibeamte, die im Übrigen vermummt waren, in den Büros aufgebrochen. Zudem wurden die Anwesenden mit Kabelbindern gefesselt und aufgefordert sich auf den Boden zu setzen. Laut Beteiligter konnten die Beamten trotz eines Durchsuchungsbeschlusses offensichtlich nicht den Grund für eine solche Maßnahme benennen.
Wir als bundesweite Kampagne unterstützten die friedlichen Aufrufe zur Zivilcourage gegen den geplanten Naziaufmarsch des gestrigen Tages und sind überparteilich. Prominente Persönlichkeiten wie Konstantin Wecker, Smudo, Sebastian Krumbiegel, Bela B., Tobias Schlegl, der Ex-Bundestagspräsident Thierse sowie Bundestagsabgeordnete riefen per Videobotschaften ebenfalls zu den Kundgebungen gegen die rechtsextreme Präsenz in Dresden auf.

Trotz diverser Telefonate am heutigen Vormittag, konnten wir keine offizielle Stellungnahme zu diesem Ereignis erhalten. Wir telefonierten mit der Pressestelle der Polizei Dresden, der Staatsanwaltschaft Dresden und dem LKA Sachsen. Um eine objektive Berichterstattung zu ermöglichen, bitten wir um eine Stellungnahme Ihrerseits. Wir weisen daraufhin, dass wir diese Anfrage öffentlich und redaktionell begleiten, sowie an unseren Presseverteiler weitergeleitet haben.

Meine journalistische Legitimation dürfte Ihnen in Form meines Presseausweises vorliegen. Eine Kopie sendete ich Ihnen bereits mit meiner Anfrage für ein Interview mit dem Polizeipräsidenten der Stadt Dresden am 08. Februar 2011.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

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