30.08.2010: Offizielle Einladung an das Präsidium des Hamburger Sportvereins (HSV) für „Hamburg und alle stehen auf!“ am 04. September 2010-Spielbudenplatz Hamburg – gemeinsam mit dem FC St. Pauli und dem FC Hansa Rostock gegen Menschenverachtung!

hsv-stadion_1261 Am 04. September 2010 wird das HSV-Stadion leer sein, da kein Spiel des Bundesligisten stattfinden wird. Wir laden neben dem Präsidium auch die HSV-Fans ein, gemeinsam mit den Fans des FC St. Pauli und des FC Hansa Rostock auf dem Spielbudenplatz gegen Menschenverachtung, Hass und Gewalt zu stehen. Das Motto dürfte bekannt sein: „Hamburg und alle stehen auf!“ steht als Synonym für ein Zeichen, welches wir in das Land senden wollen. Auch in Richtung DFB und die anderen Bundesligisten. Kein Mensch braucht Feindschaften. Freundschaften sind einfach schöner, trotz sportlicher Rivalität. Auf unserer Bühne erwarten wir Corny Littmann (Ex-Präsident des FC St. Pauli) und ein Vorstandsmitglied von Hansa Rostock. Heute bekräftigten wir mit einer offiziellen Einladung an Bernd Hoffmann (Präsidium HSV) noch einmal unseren Wunsch eines gemeinsamen Auftretens der Vereine für eine Welt ohne Rassismus, Antisemitismus, Homophobie, Menschenverachtung und Gewalt.

Corny Littmann lud Bernd Hoffmann und den HSV bereits vor etwa einer Woche für den 04. September 2010 auf den Spielbudenplatz ein. Grund hierfür waren auch die Übergriffe von HSV-Hooligans auf St. Pauli-Fans und auf den Torwart Benedikt Pliquet. Für die Mehrzahl der HSV Fans könnte die Großkundgeung auf dem Spielbudenplatz eine Möglichkeit sein, diesen Übergriff miit anderen gemeinsam zu verurteilen.

Hier nun die offizielle Einladung an das Präsidium des HSV-Bernd Hoffmann:

Präsidium des Hamburger Sportvereins
z. Hd. Herrn Bernd Hoffmann
per e-mail

Betreff: Offizielle Einladung zu „Hamburg und alle stehen auf!“ am 04. September 2010 auf dem Spielbudenplatz-Hamburg als Ergänzung zur Einladung von Corny Littmann

Sehr geehrter Herr Hoffmann,

am nächsten Samstag, den 04. September 2010 veranstaltet der Verein „Laut gegen Nazis e. V.“ auf dem Spielbudenplatz Hamburg eine Großkundgebung für eine Welt ohne Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und Menschenverachtung. Der FC St. Pauli und der Vorstand des FC Hansa Rostock unterstützen dieses Vorhaben und werden auch vor Ort präsent sein. Vor etwa einer Woche hatte Herr Corny Littmann Sie betreffend einer Präsenz des HSV angefragt (der NDR berichtete). Zunächst schien es uns so, als wäre diese Präsenz nach dem Angriff von HSV-Hooligans auf den Torwart des FC St, Pauli Benedikt Pliquet und auf Fans mit Verletzten, in ihrem Sinne. Neben Corny Littmann wird voraussichtlich auch ein Vertreter des FC Hansa Rostock auf dem Spielbudenplatz Hamburg vertreten sein, um ein Zeichen gegen Gewalt und Hass in der Fanszene zu setzen. Diese Gelegenheit wäre doch um ein bundesweites Zeichen unter Mitwirkung des HSV zu setzen, mehr als nur eine Geste. Für den deutschen Fußball könnte das „Händereichen“ der Vorstände dreier Vereine, die es im Umgang miteinander nicht immer einfach haben bedeutend sein.
Selbstverständlich haben wir Verständnis für zeitliche Abhängigkeiten aufgrund der laufenden Saison. Wir würden uns bei einem Redebeitrag von Ihnen oder eines Vertreters des HSV sowie Spielern durchaus nach Ihren Vorgaben richten.
Wir selber haben als Kampagne „Laut gegen Nazis“ in den Jahren 2004 und 2005 gemeinsam mit dem HSV Projekte umgesetzt (Präsenz im Stadion und ein Hörbuch mit Sergej Barbarez).

Wir würden uns freuen, wenn Sie unserer Einladung folgen. Ein schöneres Bild als das, von friedlichen Fußballfans von drei Vereinen auf dem Spielbudenplatz, kann es nicht geben. Ein gemeinsames Handeln der Vereine ist ein Symbol für Fairness in den Ligen. Fußball und dessen Fans sind ein Spiegelbild unserer heutigen Gesellschaft. Den Unbelehrbaren gewalttätigen Fans auf Vereinsführungsebene zu zeigen, dass es auch anders geht, wäre wünschenswert.

Ich freue mich auf Ihre Antwort und stehe gerne für Fragen zur Verfügung.
Ich weise darauf hin, dass wir diese Einladung veröffentlichen.

Mit freundlichen Grüßen

Jörn Menge/Kampagnenleiter


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