Deutschland-Saarland: „Internationale Wochen gegen Rassismus-Saarbrücken“ – Viel Bewegung in dem kleinen Bundesland – Ein Kurzbericht zur PK vom 17. März 2010

PK Initiat. landesregierung Pressekonferenzteilnehmer und Initiatoren

Jede schöne Veranstaltung geht einmal zu Ende. Auch die sehr intensiven „Internationalen Wochen gegen Rassismus-Saarbrücken“, die von der DGB-Jugend Saar, dem Jugendzentrum Försterstraße, dem Café Exodus und von unserer Kampagne sowie dem Regionalverband Saarbrücken präsentiert wurden. Nach Ostern veröffentlichen wir auch noch einen Videomitschnitt auf unserem Channel www.youtube.com/lautgegennazis und hier auf diesem Blog. Was ist geblieben? Wir versuchen die Highlights hier auf diesem Blog zusammenzufassen.

Auf der Pressekonferenz vom 17. März 2010 gab es zumindest in Grundfragen Einigkeit:

Als erste Veranstaltung fand eine Pressekonferenz im Jugendzentrum „Försterstraße“ statt. Unter Teilnahme der Initiatoren und Vertreter der Landesregierung wurden die Ambitionen zu einer Teilnahme an der Veranstaltung erläutert. (Teilnehmer/Foto oben: Martin Bauer/Exodus, Jörn Menge/LGN, Peter Gillo/Direktor Regionalverband,Gabriele Schäfer/Staatssekretärin-Ministerium f. Bildung – Saarland, Ralf Wiehn/JUZ-Försterstraße, Erik Schrader/Dezernent Bildung,Kultur-Saarbrücken, Thorsten Schmidt/DGB-Jugend Saar).

Wie nicht anders zu erwarten war setzte die Politik im Kampf gegen den wachsenden Rechtsextremismus auf erhöhte Bildungsmaßnahmen. Zumindest schien dies die Priorität der Zukunft zu sein. Gabriele Schäfer und Erik Schrader waren gar der Auffassung, dass die vorhandenen Rechtsextremen mehr dumm seien. Peter Gillo hingegen schilderte eingängig seine Auffassung darüber, dass das was von der Szene ausgeht gefährlich und auch gut geplant ist. Wir wiesen darauf hin, dass die rechtsextreme Szene durchaus über intellektuelle Köpfe verfügt und versuchten gegen dem allgemeinen Bild der verdummten, stumpfen Nazis entgegenzuwirken.

Zusammengeschweisst hat jedoch alle, die Ambition gegen Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und Ausgrenzungen zu wirken. Trotz der unterschiedlichsten Auffassungen der Podiumsteilnehmer, wurde ein ungewöhnlicher Zusammenschluss über Parteigrenzen hinweg deutlich. Thorsten Schmidt von der DGB-Jugend Saar wies nochmals darauf hin, dass es im Jahre 2009 ca. 200 Gewaltübergriffe durch Rechtsextreme allein im Saarland gab und, dass keine Entspannung zu spüren sei. Ganz im Gegenteil. Alle Teilnehmer waren sich darüber einig, dass die rechtsextreme Szene in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Jörn Menge verwies nochmals auf die hohen jährlichen Zahlen rechtsextrem politisch-motivierter Übergriffe und wies auf Unterschiede zwischen linksextremen und rechtsextremen Straftaten hin. J.M. von LGN

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