Deutschland-Lübeck: Zweite Schlappe für die Rechtsextremen – Naziaufmarsch in Lübeck mit geringer Teilnehmeranzahl- Fehlt Rieger?

neuruppinantikapweb Foto: mut-gegen-rechte-gewalt.de

Ein „Marsch auf Lübeck“ sollte es werden. Nach 400 m scheiterten am Samstag, den 27. März 2010 ca. 250 Nazis bei ihrem so genannten Trauermarsch. Nach Dresden eine zweite Schlappe für die rechtsextreme Szene. Obwohl wir glauben, dass diese weiterhin stets wächst (s. auch den Artikel zum Verfassungsschutzbericht), so scheint es uns, als würde die Organisation von Nazi-Veranstaltungen seit dem Tode des Hamburger Nazianwalts Rieger nicht mehr funktionieren. Dieser war ein starkes Bindeglied zwischen den Kameradschaften und der NPD.

Nach Dresden, am 14. Februar 2010, gelang es den Rechtsextremen nicht, ihre Gefolgschaft massiv zu mobilisieren. Wir erinnern uns daran, dass die Anzahl der Mitmarschierer der Geschichtsrevisionisten noch im letzten Jahr wesentlich höher war. Trotzdem sehen wir keinen Grund, uns damit zu beruhigen. Vielleicht hatte Rieger mit seinem Gefolge, wie dem extrem Radikalen „Stürmer Wulff“ mehr Möglichkeiten, die Kameradschaften auf die Straße zu bekommen.

Gleichzeitig können wir aber auch, und das ist mehr als positiv, eine stärkere demokratische Gegenbewegung zu den rechtsextremen Planungen so mancherorts feststellen. Fakt ist, die rechtsextreme Szene ist sehr stark, auch wenn wir sie nicht mehr so zahlreich bei Veranstaltungen erleben. Es gibt sie, auch wenn sie mehr in ihren Kellern hocken, als in der Öffentlichkeit. J. M. für LGN

Zu Lübeck empfehlen wir den Nachbericht unseres Kollegen Patrick Gensing:

http://npd-blog.info/2010/03/27/npd-aufmarsch-lubeck-102/

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