Deutschland-Gelsenkirchen: „No Nazis 2010“ – Nachdem „Pro NRW“ in Köln letztes Jahr nicht punkten konnte – möchten die Rechtsextremen am 27. März 2010 in Gelsenkirchen auflaufen – Mahnwachen vor Moscheen abhalten – Wir rufen mit zu Gegenveranstaltungen auf – Verlesung von 149 Todesopfern rechter Gewalt in Deutschland

gelsenkirchen entwurf_plakat_no_nazis_2010

Nach dem Erfolg und dem bundesweiten Interesse an den Naziaufmärschen in Dresden scheint mal wieder Ruhe einzukehren. Unbemerkt formiert sich die rechtsextreme Szene jedoch weiterhin zu Aufmärschen in Deutschland. Einer davon soll nun am 27. März 2010 im Rahmen eines Parteitages in Gelsenkirchen stattfinden. Demokratinnen und Demokraten haben sich nunmehr für eine Gegenveranstaltung zusammengefunden.

Die NPD ist immer auf der Suche nach Gleichgesinnten und siehe da, da bietet sich dieses verdeckte rassistische Grüppchen „Pro-NRW“ doch locker an, zumindest versuchen diese sich der NPD immer mehr anzunähern. Gleiche Ziele? Am 27. März 2010 planen die Menschenverachter nunmehr eine Großveranstaltung in Gelsenkirchen, der Stadt des Bundesligisten „Schalke 04“. „No Nazis 2010“ nennt sich ein breites Bürgerbündnis, welches Gegenveranstaltungen plant. Die Rechtsextremen, die im Übrigen ein Thema namens „Islamisierung“ forcieren, wollen gar Mahnwachen vor Moscheen halten. „No Nazis 2010“

Das Gelsenzentrum (Organisatoren von „No Nazis 2010“) schreibt hierzu:

Der Wolf im Schafspelz: Die selbsternannte „Bürgerbewegung pro NRW“

Das geht uns alle an – Rechte Gewalt kann jeden treffen! Dass die so genannte „Bürgerbewegung Pro NRW“ mit ihren platten Parolen weit rechts steht, ist längst kein Geheimnis mehr. Die aktuellen Aktivitäten haben allerdings eine neue Qualität: Mit der Kampfansage von „pro NRW“ an Muslime und deren Religionsausübung nähern sich die Pro’ler immer mehr der NPD an. Die angekündigte Durchführung von „Mahnwachen“ vor Moscheen weckt beklemmende Erinnerungen an eine Zeit, in der die Nazis vor jüdischen Geschäften aufmarschiert sind.

So planen die Rechtsextremen als Rahmenprogramm nun „Mahnwachen“ und Kundgebungen vor Moscheen in sechs Städten. In Gelsenkirchen ist für den 26. März vor der Moschee an der Horster Strasse 156 in Buer und an der Fischerstrasse 154 in Horst eine so genannte „Mahnwache“ der rechtsextremen Gruppierung, die sich so gerne als biedere „Bürgerwegung“ tarnt, geplant. Gegenkundgebungen an der Horster- und Fischerstrasse sind bereits angemeldet.

„Wir müssen deutlich mit einem breiten gesellschaftlichen Schulterschluss als Bündnis gegen Rechts zeigen, das alte und neue Nazis nicht willkommen sind – in Gelsenkirchen wie anderswo!“ so die Sprecherin des Gelsenzentrum e.V., Heike Jordan

Der Wolf im Schafspelz: Die selbsternannte „Bürgerbewegung pro NRW“

„Das geht uns alle an – Rechte Gewalt kann jeden treffen! Dass die so genannte „Bürgerbewegung Pro NRW“ mit ihren platten Parolen weit rechts steht, ist längst kein Geheimnis mehr. Die aktuellen Aktivitäten haben allerdings eine neue Qualität: Mit der Kampfansage von „pro NRW“ an Muslime und deren Religionsausübung nähern sich die Pro’ler immer mehr der NPD an. Die angekündigte Durchführung von „Mahnwachen“ vor Moscheen weckt beklemmende Erinnerungen an eine Zeit, in der die Nazis vor jüdischen Geschäften aufmarschiert sind…“

…“So planen die Rechtsextremen als Rahmenprogramm nun „Mahnwachen“ und Kundgebungen vor Moscheen in sechs Städten. In Gelsenkirchen ist für den 26. März vor der Moschee an der Horster Strasse 156 in Buer und an der Fischerstrasse 154 in Horst eine so genannte „Mahnwache“ der rechtsextremen Gruppierung, die sich so gerne als biedere „Bürgerwegung“ tarnt, geplant. Gegenkundgebungen an der Horster- und Fischerstrasse sind bereits angemeldet.

„Wir müssen deutlich mit einem breiten gesellschaftlichen Schulterschluss als Bündnis gegen Rechts zeigen, das alte und neue Nazis nicht willkommen sind – in Gelsenkirchen wie anderswo!“ so die Sprecherin des Gelsenzentrum e.V., Heike Jordan“

eckard_ruetz_gedenkstein

„Auf der Kundgebung NO NAZIS 2010 werden die Namen von 149 Menschen verschiedener Nationen oder anderer politischer Überzeugung verlesen, die in Deutschland in den letzten zwei Jahrzehnten getötet wurden, weil für sie im Weltbild von Rechtsextremen kein Platz ist. Manche wurden getötet, weil sie den Mut hatten, platten Nazi-Parolen zu widersprechen. Einige dieser Schicksale haben die Öffentlichkeit bewegt, viele wurden nur am Rande zur Kenntnis genommen. Und die meisten dieser Menschen sind bereits wieder vergessen.“

J. M. für LGN

 

 

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Festival, Musik, Online Radio, Politik, Rechtsextremismus, Verein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.