In eigener Sache: Wir blicken zurück – ein ganz persönlicher Jahresrückblick unserer Kollegin Denise Roth

denise 1-e5adb9abb4c75100 Denise Roth von LGN

Wir haben unsere Kolleginnen und Kollegen gebeten, einen ganz persönlichen Blick auf das Jahr 2009 zu werfen. Unsere neue geschätzte Denise Roth macht den Anfang.

Mein persönlicher Jahresrückblick:

Ein aufregendes Jahr geht zu Ende – das Jahr in dem es heißt Abschied nehmen von der gewohnten Schulumgebung, der große Schritt in die weite Welt hinaus stand an. Das erste halbe Jahr war jedoch noch Schulbank drücken angesagt, die letzten Klausuren und die Vorbereitungen auf die Abitursprüfungen liefen auf Hochtouren. Dann war es soweit, jetzt oder nie, also rein in die Prüfung und ich muss gestehen, so schlimm war es gar nicht, auch die mündliche Prüfung hat man überstanden, denn es sind auch nur Menschen, die einem da gegenüber sitzen. Jetzt hält man das Papier in den Händen und wird in die Welt entlassen. Hierzu ein kurzer Spruch, den ich ganz nett finde: „ I can’t believe that I did this for a handshake and a piece of paper”. Feiern und die vorübergehende Freiheit ist der nächste Punkt auf der Liste eines Schülers der gerade sein Abitur bestanden hat, jedoch hat auch das einmal ein Ende. Mit dem Abitur ist das Leben jedoch noch lange nicht zu Ende, irgendwie hat man noch so ein paar Jahre vor sich. Wie man diese nächsten Jahre gestaltet, das ist jetzt jedem selbst überlassen. Die Lehrer haben ihren Teil der Arbeit für unser Leben getan, jetzt sind wir selbst an der Reihe. Zu Beginn der 13. Klasse wurde mir langsam bewusst, was ich nach dem Abitur machen möchte, ein Studium an der Dualen Hochschule, das wäre schon ausgezeichnet, doch als ich den festen Entschluss gefasst hatte, mich dafür zu bewerben, war die Bewerbungsfrist für 2009 bereits abgelaufen. Dumm gelaufen – keiner hat mich darauf aufmerksam gemacht, wie man es aus Schulzeiten gewohnt war. Nächste Möglichkeit um meinen Wunsch zu verwirklichen war, dass ich die Zeit bis Oktober 2010 mit Praktika überbrücke um bereits praktische Erfahrungen für die Zukunft zu sammeln – Stand jetzt: Das war das Beste was ich machen konnte. Es ging los: Geeignete Stellenangebote suchen neue geeignete Stellenangebote suchen und Bewerbungen bis zum Umfallen schreiben, eine dieser vielen Bewerbungen ging zu HeadUp Promotion, in Ihrer Stellenanzeige schrieben sie von der Kampagne „Laut gegen Nazis“ und das machte mich sehr neugierig – natürlich bin ich Laut gegen Nazis, aber was genau hat das mit der Kampagne auf sich?  „Laut gegen Nazis“, die bundesweit größte Kampagne gegen den stark wachsenden Rechtsextremismus – das klingt super spannend – die Kampagne, die mit Projekten, Veranstaltungen und Werbemaßnahmen Öffentlichkeit schafft um einen Zusammenschluss der Zivilgesellschaft zu schaffen – das wird ja immer besser, wenn das nichts ist. Meine Bewerbung bahnte sich natürlich den Weg nach Hamburg, es wurde wahr, jetzt bin ich hier und ich weiß jetzt wie aktuell doch der Rechtsextremismus ist, das war mir vorher so nicht bewusst. Jetzt bin ich auf jeden Fall ein kleiner Teil der Kampagne und arbeite an Projekten und Veranstaltungen gegen den stark wachsenden Rechtsextremismus mit. Bereits nach meiner ersten Woche war ich ein Teil der Veranstaltung 361° Toleranz – ich muss es noch einmal sagen: Einfach super!

Doch das Jahr 2009 brachte noch viele andere Dinge mit sich. Von allen als das Super – Wahljahr beschrieben, war es für mich das erste Wahljahr, eine ganz neue Erfahrung, man darf mitentscheiden, man ist ein Teil der Großen. Nicht nur in Deutschland wurde gewählt, in Amerika wurde Barack Obama zum neuen Präsidenten der USA gewählt, erhielt den Friedensnobelpreis und die ganze Welt ist begeistert.

Ein erschreckendes Erlebnis aus dem Jahr 2009 war der Amoklauf in Winnenden. 16 Tote und Deutschland war geschockt. Was an diesem 11. März passiert ist, kann keiner so richtig fassen, doch es ist passiert und da es mich persönlich sehr geschockt hat, gehört es mit in meinen persönlichen Jahresrückblick.

Ein Geschehnis, welches mich im Jahr 2009 sehr beeindruckte, war die Wahl der neuen Vorsitzenden der Evangelischen Kirche Deutschland – Margot Käßmann – eine kleine Anekdote hierzu:

Ein kleiner Schritt zurück zu meiner mündlichen Abitursprüfung im Fach Religion zu dem Thema: „Welche Arbeitshilfen bietet die Kirche in Bezug auf die religiöse Erziehung“. Bei der Bearbeitung dieses Themas bin ich auf ein Buch von Margot Käßmann gestoßen, welches Ich auch in meiner Präsentation verwendete, zu diesem Zeitpunkt, kannte man Sie noch nicht so gut wie jetzt, denn jetzt ist Sie die Vorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschland. Da mir das Buch sehr gut gefallen hat, habe ich mich gefreut, sie an der Spitze der Evangelischen Kirche Deutschland zu sehen.  

Rückblickend kann Ich sagen, dass es ein ereignisreiches Jahr war, in dem ich viele neue Erfahrungen gesammelt habe, die sich im Jahr 2010 sicher fortsetzen werden. Frohes Fest und gesundes neues Jahr, wünscht Denise Roth (LGN)

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