Deutschland-Wolfsburg:Nazianwalt Jürgen Rieger plant „Kraft durch Freude“ – Museum in Wolfsburg

 KDF-Wagen (der Vorläufer des VW Käfer)

1945 wurde die „KDF-Stadt bei Fallersleben“ in Wolfsburg umbenannt. Hier produzierten die Nazis zuvor im Rahmen der Organisation „Kraft durch Freude“ das erste Auto für jeden. Wolfsburg hat Geschichte. Eine bedenkliche Geschichte. Diese Stadt hatte immer ein Problem mit ihrer Vergangenheit, da ändert leider auch die Meisterschaftsschale der Bundesliga nichts dran. Immerhin, einer der größten Autokonzerne namens Volkswagen AG baute diese Stadt zu einer der wichtigsten Wirtschaftsstandorte aus. Die Bürger können nichts für die Vergangenheit ihrer Stadt. Und trotzdem sollten diese und vor allem auch der Konzern Volkswagen AG und die Stadtvertretung wachsam sein und genau beobachten, wer Kultur veranstalten möchte. Heute lasen wir in einer Randmeldung der Hamburger Morgenpost, dass die Nazis unter Führung des Anwaltes Rieger direkt gegenüber einer VW-Produktionsstätte ein „Kraft durch Freude“-Museum einrichten wollen. Rieger hat ein entsprechendes Gebäude bereits angemietet. Hier wirds gefährlich, ein Museum für den Nazikult. Wikipedia schreibt zu „Kraft durch Freude“:

Zur Entstehung von Kraft durch Freude trugen zwei Faktoren bei:

Zum einen war bereits in der Zeit der Weimarer Republik die durchschnittliche Zahl von Urlaubstagen bei Arbeitern und Angestellten auf acht bis zwölf Tage angestiegen; fast alle Arbeiter hatten Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub. Jedoch bekamen meist nur ältere Betriebsangehörige so viel Urlaub, dass sie tatsächlich eine längere Reise hätten antreten können. Die Nationalsozialisten verlängerten den Urlaub auf zwei bis drei Wochen pro Jahr (wobei es hierfür noch keine gesetzliche Regelung gab). Indem die nationalsozialistische Regierung den Arbeitnehmern eine weitere Ausdehnung des Urlaubs und eine Verkürzung der Arbeitszeit versprach, konnte sie einen Teil der vormals marxistisch oder sozialdemokratisch gesinnten Arbeiterschaft von ihren Absichten überzeugen.

Zum anderen besaß das faschistische Italien unter Mussolini bereits seit 1925 eine Freizeitorganisation, die Opera Nazionale Dopolavoro (Nationales Freizeitwerk). Robert Ley, der Leiter der Deutschen Arbeitsfront, hatte diese 1929 auf einer Italienreise kennen gelernt und schlug daher nach der Machtergreifung eine vergleichbare Organisation vor. Die Nationalsozialisten planten zunächst, sprachlich an die italienische Version angelehnt, ein „Feierabendwerk Nach der Arbeit“; der endgültig gewählte Name „Kraft durch Freude“ erwies sich jedoch als weit wirksameres Propaganda-Schlagwort. An der Planung war Robert Ley maßgeblich beteiligt, der als Leiter der DAF auch das Freizeitwerk führen sollte.

Am 14. November 1933 genehmigte Hitler die Pläne für ein Freizeitwerk. Die offizielle Gründung von KdF fand zwei Wochen später am 27. November 1933 auf einer Sondertagung der Deutschen Arbeitsfront statt, im Beisein von Rudolf Heß und Joseph Goebbels. Die Verordnung über die Deutsche Arbeitsfront vom 24. Oktober 1934 bestimmte die Deutsche Arbeitsfront zur Trägerin der KdF.

Mehr zu KDF auf: http://de.wikipedia.org/wiki/Kraft_durch_Freude

 

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