Dresden: Weiterer Angriff gegen Demonstrationsteilnehmer auf einem Rastplatz bei Chemnitz

Nazis schlugen nach den Kundgebungen in Dresden nicht nur in Jena zu. Eine Gruppe von Teilnehmern aus Weimar, wurde Opfer rechter Gewalt bei Chemnitz. Hier die Pressemitteilung:

Über 70 Menschen aus Weimar und Umgebung sind dem Aufruf der
Bürgerbündnisse gegen Rechtsextremismus gefolgt und beteiligten sich an
den friedlichen Demonstrationen gegen den Neonazi-Aufmarsch am Samstag
in Dresden. Während die 6000 Nazis, die in einem gespenstischen Zug
durch Dresden marschierten, versuchten, sich durch Bomberjacken- und
Sonnenbrillen-Verbot ein harmloses Images zu geben, überfielen
anreisende ?Gesinnungskameraden? schon auf einem Rastplatz vor Chemnitz
einen Kleinbus aus Weimar. Als eine Gruppe von sieben Weimarern auf
einem Rastplatz in der Nähe von Chemnitz Halt machte, wurden sie ohne
Anlass von einer Horde von 60 Neo-Nazis überfallen, mit Flaschen
attackiert, zu Boden geschlagen und getreten, das Auto wurde demoliert.
Vier der Überfallenen mussten mit Prellungen, Platz-, Schnitt- und
Schürfwunden ambulant behandelt werden.Wir sind fassungslos über das, was unseren Leuten auf dem Rastplatz
passiert ist. Wer nun immer noch meint, dass Neo-Nazis nur harmlose
Verirrte sind oder die rechtsextremen Parteien eine wählbare Alternative
wären, kann sich gern einmal mit den Opfern unterhalten.? so Uwe Adler
vom Bürgerbündnis. ?Wir haben am eigenen Leibe erfahren, dass Nazis
schlimmste Verbrecher sind, die vor nichts zurückschrecken. Aber wir
lassen uns nicht entmutigen und werden nun gerade nicht ruhen, uns den
Nazis in den Weg zu stellen? sagt einer der Überfallenen, dem die Nazis
mehrmals ins Gesicht traten. ?Es kann nicht sein, dass Politiker aus
ihren warmen Amtsstuben heraus die Bürgerinnen und Bürger immer wieder
zu Zivilcourage gegen Rechtsextremismus aufrufen und diese dann ihre
Knochen dafür herhalten. Es ist hinlänglich bekannt, dass hinter den
Anmeldern für den alljährlichen Aufmarsch in Dresden die NPD steht. Wir
fordern endlich ein Verbot dieser Partei mit ihren menschenverachtenden
und verfassungsfeindlichen Zielen, die Gewalttäter zu Überfällen auf
Andersdenkende ermutigen? so Vertreter des Sprecherrates des Weimarer
Bündnisses.

— Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus Weimarer Land bei Radio Lotte

 

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