Deutschland – Passau: Polizeichef Alois Mannichl-Ein Mann mit Courage ruft zum Kampf gegen den Rechtsextremismus auf

Spiegel Online-Zitat v. heute: „Passau –

Sechs Tage ist es her, dass ein vermutlich rechtsradikaler Täter Alois Mannichl vor seinem Haus brutal niederstach, nun konnte der Polizeichef aus dem Krankenhaus entlassen werden. In einem kurzen Statement sagte er: „Ich wollte mich nicht einfach durch die Hintertür davonschleichen. Es ist wichtig, dass wir dem Rechtsradikalismus weiter die Stirn bieten.“

Alois Mannichl macht uns Mut. Wer täglich mit dem Thema Rechtsextremismus in Deutschland arbeitet, weiß wie selten Menschen so viel Courage haben.

Mannichl betonte, er wolle zeigen, „dass wir uns von diesen Rechtsextremisten nicht einschüchtern lassen“ dürfen. Er sprach von einem „feigen Anschlag“ auf sein Leben. „Wir dürfen uns nicht durch einzelne in Angst und Schrecken versetzen lassen.“ (Zitat:Spiegel Online 17.12.08)

 Es hätte auch ins Auge gehen können. Nur ein paar Zentimeter verfehlte das Messer des rechtsextremen Attentäters das Herz von Alois Mannichl. Die Haltung des Polizeichefs, könnte vielen Opfern und Bedrohten durch Rechtsextreme viel Mut machen. Sie stehen öffentlich nicht mehr allein da. Ich muss an die Akten auf dem Schreibtisch der Opferberatungsstelle Sachsen in Dresden denken. Opfer, die das gleiche Schicksal ereilte, wie Alois Mannichl. Im Visier der Rechtsextremen stehen. Ein Zustand, den man als Außenstehender nicht wirklich erleben möchte. Ein Zustand, der die Brisanz zeigt, wenn es um die Gewaltausübung von Rechtsextremen oder Nazis geht. Zwei Opfer pro Woche allein in Sachsen. Bundesweit noch wesentlich mehr.

Eine Bilanz des Grauens und trotzdem können wir es schaffen mit der Unterstützung von Menschen wie Alois Mannichl (Beruf Polizist), die Courage seitens der Bürgerinnen und Bürger in diesem Lande zu stärken.  

Hinschauen, Helfen oder Hilfe rufen, wenn rechte Brutalos wieder öffentlich Hand anlegen wollen. Menschen Glauben schenken, wenn sie sich von Rassisten, Antisemiten und Menschenverachtern bedroht fühlen. Laut protestieren, wenn alte Nazi Traditionen öffentlich aufleben sollen. Für uns verkörpert Alois Manichl einen Mann, der sich nicht einschüchtern lässt. Das mag nicht immer einfach sein. Gerade in kleinen Gemeinden und Städten ist dies schwer. Nämlich dann, wenn man Tür an Tür mit seinen Peinigern lebt.

 

Wir zollen Herrn Alois Mannichl unseren höchsten Respekt und hoffen, dass er mit seiner Haltung eine ganze Menge bewegen kann. Wir wünschen ihm von hier aus, ein gesegnetes und schönes Weihnachtsfest und drücken die Daumen für eine baldige vollständige Genesung.

 

Sein Fall sollte ein Aufruf an alle Demokraten sein, gegen die rechtsextremen Tendenzen in Deutschland zu wirken. Vielleicht vermeiden wir dann in Zukunft mehrere hundert Opfer rechter Gewalt. 

 

 

 

 

 

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