September 2008: Über 1.000 Straftaten durch Rechtsextreme-Nordrhein-Westfalen führt in dieser üblen Statistik

Auch auf der gestrigen Pressekonferenz zum zehnjährigen Bestehen der Amadeu Antonio Stiftung im Bundestag in Berlin, waren sich alle Teilnehmer einig. Rechtsextremismus ist ein gesamtdeutsches Problem. Das rechte Gedankengut ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen und in Bundesländern präsent, in denen die meisten Bürger das garnicht erwarten. Vorbehalte gegen die ehemaligen neuen Bundesländer (die heute garnicht mehr so neu sind) sind hierbei fehl am Platze. Das beweisen die Antworten auf Anfragen der Linken im Deutschen Bundestag.

Wir müssen endlich begreifen, dass Vorurteile keinen Bestand mehr haben. Es ist nicht richtig, dass das Problem des Rechstextremismus in erster Linie in Ostdeutschland präsent ist. wer unseren Blog genau liest, könnte ebenfalls diese Auffasung teilen. Wir berichteten u. a. bereits über Bayern, Baden Würtemberg und Hamburg. Die rechtsextreme Szene in den alten Bundesländern agiert zwar anders und vielleicht nicht so plump wie in manch einer ostdeutschen Provinz oder in Dresden, aber wir wissen, dass diese im Westen subtiler und gefährlicher stattfindet. Fakt ist-in Westdeutschland befinden wir uns auf dem Holzweg, wenn wir glauben, hier ist alles in Ordnung, dem ist nicht so.

Unser Partner Patrick Gensing veröffentlichte heute die aktuellen Zahlen der rechtsextremen Straftaten des Monats September 2008. Wir rechnen in diesem Jahr wieder mit einer Steigerung der Gewaltopfer und der politisch motivierten Straftaten von Rechts. Hier nun ein paar Auszüge aus der Meldung  des www.npd-blog.info als deutliches Zeichen für die bundesweiten Gefahren:

„Im September 2008 hat die Bundesregierung bundesweit insgesamt 1094 Straftaten mit einem rechtsextremistischen Hintergrund registriert. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Antwort der Bundestagsfraktion Die Linke hervor. Danach befanden sich unter den Straftaten 67 Gewalttaten und 725 Propagandadelikte. 222 Straftaten mit 22 Gewalttaten werden der sog. „Hasskriminalität“ zugeordnet, 149 Straftaten haben nach Angaben der Regierung einen fremdenfeindlichen Hintergrund, darunter befanden sich 17 Gewalttaten.

Nach Bundesländern aufgeschlüsselt befindet sich Nordrhein-Westfalen mit insgesamt 232 Straftaten im September dieses Jahres auf Platz 1 der ausländerfeindlichen und rechtsextremistischen Ausschreitungen. Es folgt Brandenburg mit 124 und Sachsen mit 105 Straftaten. Auf Platz 4 und 5 liegen die westlichen Bundesländer Niedersachsen und Bayern. Insgesamt wurden bei den Ausschreitungen 78 Personen verletzt. Die Behörden ermittelten im September insgesamt 504 Tatverdächtige und nahmen zehn Personen vorläufig fest, Haftbefehle wurden nicht erlassen. Nach Angaben der Bundesregierung wurden im August 2008 insgesamt 1212 Straftaten mit einem rechstremistischen Hintergrund gemeldet, darunter befanden sich 42 Gewalttaten und 820 Propagandadelikte.“

Mehr auf http://npd-blog.info/?p=2452

 

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