10 Jahre Amadeu Antonio Stiftung-Es gibt noch viel zu tun-Pressekonferenz im Bundestag vom 19. November 2008

Am Dienstag den 19. November 2008 fand eine Pressekonferenz mit dem Bundestagsvizepräsidenten Wolfgang Thierse, der Leiterin der Amadeu Antonio Stiftung Anetta Kahane, Friedemann Brink (Kulturbüro Sachsen) und Jörn Menge (Geschäftsführer und Leiter der Kampagne „Laut gegen Nazis“) im Deutschen Bundestag statt. Vorsichtig mit leicht positiver Haltung wurde Bilanz zur Stiftungsarbeit gezogen und der aktuelle Stand zum Problem des Rechtsextremismus beleuchtet. Einig waren sich alle darüber, dass eine positive Entwicklung im Zusammenhalt von Demokraten gegen menschenverachtende Tendenzen festzustellen ist. Trotzdem, wächst das Problem kontinuierlich. Wolfgang Thierse bat gerade jetzt um verstärkte Aufmerksamkeit. In ökonomish schwierigen Zeiten sei es wichtig, noch mehr aufzuklären.

Wir selbst arbeiten seit mehreren Jahren erfolgreich mit der Amadeu Antonio Stiftung zusammen und sehen diese Institution als eine der prägenden Motoren für ein demokratisches Bewusstsein. Wir gratulieren ganz herzlich und hoffen, dass wir weiterhin gemeinsam eine ganze Menge bewegen können. Im Rahmen der Pressekonferenz wurde auch deutlich, dass Aktionen und Projekte gegen den wachsenden Rechtsextremismus immer unter einem extremen Geldmangel leiden. Gefragt sind hier aber nicht nur Landesregierungen und der Bund. Vielmehr bestand darin Einigkeit auch die Wirtschaft zu fordern. Unternehmen haben im Rahmen der freiheitlichen Grundordnung in den letzten Jahren hohe Profite erwirtschaften können. Um diese Möglichkeit zu erhalten, sind gerade diese gefordert einen größeren monetären Einsatz zu erbringen.  Die Hemmungen die mit einer Präsenz gegen Menschenverachtung und rechtsextreme Tendenzen bestehen, müssen überwunden werden. Wer sich gegen die bitteren Tendenzen in unserem Lande als Unternehmen oder mit einer Marke präsentiert gefährdet nicht sein Image, sondern trägt zu einem Bewusstsein für unsere Demokratie bei. Das Negative in das Positive in Form von Marketingmaßnahmen gegen Rechtsextremismus umkehren, muss die Devise sein. Wer sich bei uns und bei Initiativen engagiert, braucht keine Angst haben, dass er linksextreme Kader unterstützt. Die Amadeu Antonio Stiftung und viele Initiativen in Deutschland arbeiten auf der Grundlage demokratischen Gedankengutes. Wir selbst beraten mutige Unternehmer, Geschäftsführer und Marketingleiter sehr gerne. 

Mehr zur Pressekonferenz unter: www.mut-gegen-rechte-gewalt.de

 

 

  

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